Rundgang zu den historischen Gedenkstätten

gedenken Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

rundgang-zu-den-historischen-gedenkstaetten
Kerzen zum Gedanken an die Opfer des Nationalsozialismus.Foto: msz/Alfredo Randazzo

Zwickau. Über 60 Menschen aus Zwickau und der Umgebung waren am Sonntagnachmittag auf den Platz der Völkerfreundschaft gekommen. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hatte anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus hierher eingeladen.

Der Treffpunkt bildete den Ausgangspunkt für einen Rundgang zu den historischen Gedenkstätten. Hier sprach Bürgermeisterin Kathrin Köhler mahnende Worte. Mit dem Historiker Christian Landrock ging es anschließend weiter zu den Stätten der Judenverfolgung in der westsächsischen Metropole. Hier wurden weiße Rosen niedergelegt und Kerzen angezündet. Landrock blickte zurück und erinnerte daran, dass es in Zwickau seit 1850 eine jüdische Gemeinde gegeben hat. Anfang der 1930er Jahre zählte diese 473 Männer und Frauen. Am Georgenplatz, hier befand sich von 1935 bis 1950 das Polizeipräsidium, war auch eine Außenstelle der Gestapo untergebracht. Der Historiker informierte: "Von hier aus wurden während der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche unschuldige Menschen, vor allem Juden, in Konzentrationslager verschleppt und dort ermordet." Landrock erinnerte weiter: "Im Schloss Osterstein befand sich seit 1933 ein frühes Konzentrationslager (KZ), das zu einer Außenstelle des KZ Flossenbürg wurde."

Am 27. Januar wurde vor 74 Jahren das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Dieser Tag ist seit 1996 bundesweiter Gedenktag.