Sachse erobert australische Wüste

Überlebenstraining "2000 Kilometer ohne Bier"

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Axel Brümmer und Peter Glöckner haben die australische Wüste mit dem Fahrrad erobert. Foto: Nicole Schwalbe

Plauen. Wenn ein Sachse radelt, dann fährt er nicht einfach nur die Mulde rauf und runter oder an der Elbe entlang. Er macht eine Sache richtig oder gar nicht. "Seit 1995 radeln wir gemeinsam durch die Welt", erzählt Axel Brümmer, ehemaliger Lehrer. Er und der gelernte Schlosser Peter Glöckner sind die ersten Menschen, die die Gibsonwüste in Australien mit dem Fahrrad durchquert haben. "Das bedeutete nicht nur, 2000 Kilometer ohne Bier, wir hatten streckenweise sogar Probleme, überhaupt an Wasser zu kommen", so Brümmer. Eine Wüste hat vor allem lockeren Sand. "Wenn man da stehenbleibt, schiebt man die nächsten 50 Kilometer", lacht Glöckner. Nachdem die Qualität der Räder ausgiebig getestet worden ist, machten beide Weltenbummler eine "Probefahrt" durch die Wüste mit einem völlig veralteten Jeep eines Freundes, und zwar ganze 6000 Kilometer lang. Dabei nutzten sie den La Niña aus, ein Wetterphänomen, welches in der australischen Wüste zu Überschwemmungen führen kann und es dieses Mal auch tat. Die Gibsonwüste war derartig vom Hochwasser erwischt worden, dass die beiden Probefahrer kurzerhand vom Auto aufs aufklappbare Kanu umsattelten und ohne Zelt, Isomatte oder Schlafsäcke teilweise orientierungslos durch die Gegend paddelten. Der Lärm der vom Wasser angelockten Papageien und Sittiche war so gigantisch, dass ihnen eigentlich die Ohren hätten klingeln müssen.

Festgehalten haben die beiden humorvollen Familienväter ihre Abenteuerreise in dem Buch "Grenzenlose Weite".