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Sachsenring Classic: Heimvorteil genutzt

MOTORSPORT David Sachs ffährt aufs Podest

Sachsenring. 

Sachsenring. Obwohl die Motorräder am Sachsenring höher im Kurs stehen als Rennautos, nahm der Veranstalter der ADAC Sachsenring Classic am vergangenen Wochenende auch wieder ein paar Autoklassen ins nicht zuletzt dadurch noch abwechslungsreichere Programm.

Eine davon war die DMV BMW Challenge, die zwei seriennahe Cup- und vier GTR-Pro-Klassen umfasst. Hier kommen unter anderem BMW zum Einsatz, wie sie einst in der DTM bis 1992 und später im Super Tourenwagen Cup (STW) sowie in der jüngeren Vergangenheit in diversen Breitensportserien über die Rennstrecken geprügelt wurden.

Mittendrin befand sich der Lokalmatador par excellence, David Sachs aus Hohenstein-Ernstthal, der in seinem eigenen Team east-racing Motorsport den Ex-Ruben-Zeltner-Rallye-BMW E36 einsetzte. Nachdem er 2014 schon Gesamtvize sowie Klassensieger wurde, trat er zuletzt etwas kürzer und konzentrierte sich auf die Entwicklung seines Rennteams.

"Wir setzen in diesem Jahr in der DMV BMW Challenge drei Autos ein, zwei sind meine, die in der Vermietung sind, und eins ist ein Kundenauto, welches wir über die Saison ebenfalls technisch betreuen", erklärte der 40-Jährige und sagte zudem zu seinem Heimspiel: "Als es hieß, dass die BMW Challenge am Sachsenring fährt, wollte ich unbedingt dabei sein. Klar, direkt vor meiner Haustür, da wollte ich mir diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen. Das vierte Auto, mit dem ich hier gefahren bin, ist aber erst letzte Woche fertig geworden."

Chaos vorm Start

Wenngleich die Vorbereitungszeit knapp bemessen und sehr stressig war, konnte er mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein. Nach dem freien Training ging auch das Qualifying am Freitag auf regennasser Strecke über die Bühne. Dennoch veränderten sich die Bedingungen leicht, sodass es darauf ankam, zur richtigen Zeit auf der Piste zu sein, um eine schnelle Runde zu drehen. Dies gelang David Sachs nicht optimal, woraus dennoch der zehnte Startplatz unter 38 Teilnehmern resultierte.

Als die Protagonisten ihre Startpositionen fürs erste Rennen auf nun trockener Bahn bezogen hatten, setzte ein neuerlicher Regenschauer den bis dahin entspannten, vorbereitenden Maßnahmen ein abruptes Ende und verwandelte diese in hektisches Treiben. Regenreifen mussten angekarrt und montiert werden. Um den Teams die Gelegenheit zum Reifenwechsel zu geben, wurde der Start um zehn Minuten verschoben.

"Ab da herrschte bei uns absolutes Chaos. Vier Autos, die in der Startaufstellung auch noch weit verstreut standen, in dieser kurzen Zeit umzurüsten ist kaum machbar, zumal sich das dafür notwendige Equipment natürlich in der Box befand. Bei einem Auto haben wir es nicht geschafft, das musste mit Slicks losfahren und gleich danach die Box ansteuern", beschrieb David Sachs die Minuten vorm Start.

Zwar beendete Petrus sein neuerliches lästiges Intermezzo bald wieder, doch die Strecke blieb bis zum Schluss nass. Immerhin brauchten sich die Fahrer nicht auf andere Bedingungen einstellen, denn den Sachsenring in nass kannten sie ja schon. Ein paar Positionen konnte der mal wieder selbst fahrende Teamchef gut machen und beendete das Samstagsrennen schließlich als Siebenter und sagte anschließend: "Im Regen wollte ich es nicht übertreiben, bin aber trotzdem die schnellste Rennrunde gefahren."

Bei Aufholjagd acht Plätze gut gemacht

Tags darauf herrschten trockene Bedingungen, die David Sachs nutzte, um vom gleichen Startplatz aus bis auf Rang zwei nach vorn zu fahren. Dazu meinte er anschließend: "Heute bin ich schnell nach vorn gekommen, aber ran fahren und überholen sind halt zwei paar Schuhe. Ich habe aber auch gesehen, dass immer wenn ich ein bisschen rangekommen bin, der Führende in seinem deutlich leistungsstärkeren BMW Z4 wieder etwas zulegen konnte. Von daher bin ich mit dem zweiten Platz super happy, denn das war so oder so das maximal Machbare."