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Sachsenring: Marquez erklimmt erneut seinen Thron

MOTORSPORT Elfter Sieg für den Spanier

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Vor 581 Tagen stand Marc Marquez (Repsol Honda Team) in Valencia ganz oben auf dem MotoGP™-Podium. Es war ein ganz normaler Sonntag für den achtmaligen Weltmeister, eine weitere Stufe in einem immer größer werdenden Appell an Geschichte und errungenen Siegen. Covid-19 gab es nicht, die Tribünen waren voll und waren es schon immer gewesen, und die Nummer 93 stand ganz oben auf der Welt. Drei Operationen, fast eine Saison ausgefallen und nun steht Marquez wieder ganz oben auf dem Podium - und das mit Stil.

Elfter Sieg in Folge

Die Startnummer 93 übernahm früh die Führung, hielt dem immer stärker werdenden Druck von Miguel Oliveira (Red Bull KTM Factory Racing) stand und holte auf dem Sachsenring seinen elften Sieg in Folge, gleichbedeutend sein achter in Folge auf dem Sachsenring in der Königsklasse. 30 Runden, die zu 25 Punkten führten, nach 581 Tagen. Oliveira hat alles gegeben, was er konnte und schaffte drei Podiumsplätze in Folge. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP) baute mit Platz drei seine Meisterschaftsführung aus.

Marquez baut Vorsprung aus

Es war jedoch Aleix Espargaro (Aprilia Racing Team Gresini), der vom Start weg den Holeshot machte. Marquez stürmte auf den zweiten Platz und machte sofort klar, dass er in Deutschland um den Sieg fahren würde. Johann Zarco (Pramac Racing) schlug dann auch gegen Quartararo zu, als El Diablo zunächst etwas verlor, wobei einer das Gegenteil tat: Brad Binder (Red Bull KTM Factory Racing). Der Südafrikaner stürmte in Runde 1 von P13 auf Rang sieben vor. Am Ende der besagten ersten Runde übernahm Marquez in der letzten Kurve die Führung. An der Aprilia von Aleix Espargaro vorbei, konnte Nummer 93 ihn noch nicht abschütteln. Beim nächsten Mal gingen die beiden wieder gegeneinander an, aber Marquez behielt diesen Vorsprung ... und begann ihn dann auszubauen.

Der Mut zahlte sich aus

Als die weiße Flagge herauskam - Regenschauer sind auf dem Sachsenring kein Unbekannter - und als einige zu stürzen begannen, wurde angezeigt, dass die Fahrer, wenn sie wollten, zum Bike-Wechsel kommen konnten. Marquez' Reaktion darauf, als Aleix Espargaro zurückfiel, war noch mehr zu pushen - und tatsächlich zahlte sich der Mut mit einem schönen Polster aus, das ihm vorn etwas Luft zum Atmen ließ.

Die Lücke wurde immer kleiner

Jack Miller (Ducati Lenovo Team) und Oliveira waren unterdessen an Quartararo und dann an Zarco vorbeigekommen, bevor sie sich auch gegen Aleix Espargaro durchsetzten. Nach einem Drittel des Rennens schlug Oliveira auch gegen Miller zu. Der Portugiese übernahm den zweiten Platz und hatte nun die Aufgabe, Marc Marquez auf dem Sachsenring zu jagen. Aus zwei Sekunden wurden 1,9 und 1,8, wobei der KTM-Fahrer in der Spur war und alles versuchte, jeden möglichen Meter mit einem Angriff für die Spitze einzuholen. Mit einem Zehntel hier und einem Zehntel dort schien es sicherlich eine Frage der Zeit zu sein, bis der Portugiese aufholte. Die Lücke wurde immer kleiner. Nur noch eine Handvoll Runden vor Schluss sah es nach einem Endspiel aus.

Tränen, Jubel und jede Menge Informationen

Aber Marquez ließ sich nicht beeindrucken. Als der achtmalige Weltmeister reagierte, ging der Vorsprung wieder auf über eine Sekunde nach oben, und dann schien es plötzlich, als wäre es das gewesen. Plötzlich hatte die Honda wieder anderthalb Sekunden Vorsprung. Jetzt musste es nur noch nach Hause gebracht werden. Das tat Marquez mit einem Kopfnicken an das Repsol Honda Team, das an der Boxenmauer wartete, als er auf dem Sachsenring seinen unglaublichen achten Königsklassensieg in Folge sicherte. Eine Leistung, die allein für Schlagzeilen gesorgt hätte, wenn da nicht 581 Tage und eine karrieregefährdende Verletzung zwischen seinen Fahrten auf die oberste Stufe des MotoGP™-Podiums gewesen wären. Tränen, Jubel und einige ernsthafte Emotionen strömten aus, als der achtmalige Weltmeister bei einem der wirklich großartigsten Comebacks einen weiteren Sieg in der Königsklasse einfuhr.

Im Kampf um die Spitze

Oliveira kam als Zweiter in Ziel - sein drittes Podium in Folge - vor Quartararo. Direkt hinter ihm wurde Brad Binder Vierter, um den Tag für KTM noch besser zu machen. Der fünfte Platz ging an eine Ducati, aber nicht an einen der Werksfahrer. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo Team) war in Runde 1 fast am Ende der Punkteränge, der Italiener schien aus dem Kampf um die Spitze heraus. Aber er machte stetige und beeindruckende Fortschritte, um schließlich seinen Teamkollegen Jack Miller auf den letzten Platz unter den Top 5 zu verdrängen. Der Aussie kam auf den sechsten Platz. Auch Aleix Espargaro auf P7 und am Ende Zarco auf Rang acht verlor etwas an Boden in der Gesamtwertung gegen Quartararo.

Tickets für kommende Rennwochenende verfügbar

Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende mit der Dutch TT in Assen, bei der pro Tag 11.500 Zuschauer auf die Tribünen dürfen. Während der Sonntag bereits ausverkauft ist, sind für die Trainingstage Freitag und Samstag aktuell noch Karten verfügbar (Tickets MotoGP Assen). Mehr Vorlauf hat der geneigte MotoGP-Fan für die beiden Motorrad Grand Prix auf dem Red Bull Ring, die vom 6. bis 8. August sowie eine Woche später vom 13. bis 15. August in Österreichs Steiermark über die Bühne gehen (Tickets MotoGP Red Bull Ring). Dort ist auch die Anzahl der verfügbaren Karten ungleich größer.