Sachsenring-Zukunft sieht düster aus

MotoGP ADAC und Sachsenring-Rennstrecken-Management liegen im Clinch

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Superstar Valentino Rossi am Sachsenring - Im Juli vielleicht zum letzten Mal. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal / Oberlungwitz. Vom 13. bis 15. Juli findet der Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring statt. Mitten in die Vorbereitung platzte die Nachricht, dass es der letzte Grand Prix auf der Traditionsrennstrecke vor den Toren von Hohenstein-Ernstthal sein könnte. Denn der ADAC München als Vertragspartner des Grand-Prix-Vermarkters Dorna hat den Vertrag mit der Sachsenring-Rennstrecken-Management GmbH (SRM) als Veranstalter gekündigt. Wo der Deutsche Motorrad Grand Prix 2019 stattfindet, steht damit in den Sternen.

ADAC fordert zusätzliche Bedingungen

Über die Gründe halten sich beide Seiten bedeckt, doch die Aussagen deuten auf ein weiteres Zerwürfnis in der ohnehin schon schwierigen Partnerschaft hin.

"Die SRM möchte mit dieser Presseinformation klar stellen, dass wir alle Bedingungen, die zur Durchführung eines Motorrad Grand Prix von der Dorna Sports, dem internationalen Rechteinhaber der Motorrad-Weltmeisterschaft vorgegeben sind, jederzeit erfüllt haben und sie auch in Zukunft erfüllen können. Was nicht erfüllbar ist, sind die vom ADAC München zusätzlich geforderten Bedingungen, die Bestandteil des Vertrages zwischen SRM und ADAC München sind", wurde von der SRM mitgeteilt.

ADAC gibt Sachsenring die Schuld

Der ADAC sah das anders und betonte, dass die hiesigen Sachsenring-Macher ihre 2016 vereinbarten vertraglichen Pflichten nicht erfüllt hätten. Wie so oft dürfte es dabei ums Geld gehen. Details darüber kommen aber vermutlich nie in die Öffentlichkeit.

Die Motorsport-Enthusiasten in der Sachsenring-Region können nun genau wie 2011, als der ADAC der Rennstrecke schon einmal den Rücken kehren wollte, aber schlussendlich die SRM als kommunale GmbH einsprang, nur noch hoffen. Die Veranstalter vor Ort, Kommunalpolitik und Sächsische Staatsregierung streben offenbar direkte Verhandlungen mit der Dorna an, um den Grand Prix am Sachsenring zu halten. Doch dieses Variante erscheint mehr als fraglich.