Salvador Dali zu Besuch in Glauchau

Ausstellung Bis 1. Oktober zeigt das Museum über 100 Bilder

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Museumsleiter Torsten Dahlberg vor einem großen Dali-Selbstbildnis. Foto: Andreas Kretschel

Glauchau. In dieser Woche hat er ein starkes Medienecho gehabt: Der vor fast 30 Jahren gestorbene Künstler Salvador Dali soll exhumiert werden - für einen Vaterschaftstest. Eine Frau aus Girona möchte als seine Tochter anerkannt werden. Ihre Mutter hatte mit Dali angeblich eine Affäre in den 1950er Jahren.

Nicht wegen seiner dubiosen Verwandtschaftsverhältnisse sondern wegen seines Kunstvermächtnisses hat der Glauchauer Museumsleiter Torsten Dahlberg alles daran gesetzt, ihn zu bekommen - ab 1. Juli zahlen sich seine Bemühungen nun aus: Das Glauchauer Museum zeigt ein umfangreiches Werk an Illustrationen aus den Schaffensperioden des weltberühmten Künstlers Salvador Dali.

Schmelzende Uhren machten ihn weltbekannt

Fast 30 Jahre nach dessen Tod hat der Maler nichts von seiner Faszination verloren. Dali gilt heute als eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten weltweit. Salvador Felipe Jacinto i Domenech, wie er mit vollständigem Namen heißt, war ein spanischer Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner. Eng verbunden mit den "Traumwelten" von Sigmund Freud gilt er als Hauptvertreter des Surrealismus und Erfinder der paranoiden-kritischen Methode in der bildenden Kunst. Schmelzende Uhren, Krücken und brennende Giraffen wurden zu Erkennungsmerkmalen in der seiner Malerei.

Bis zum 1. Oktober werden in Glauchau mehr als 100 Arbeiten - darunter Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken - aus den bekannten Zyklen "Don Quichotte de la Manche", "Le Songes de Pantagruel", "Die Göttliche Komödie" und vielen anderen mehr ausgestellt. Die Arbeiten stammen aus dem Besitz einer Privatsammlung.