Sanierung des Schocken-Kaufhauses ab 2020

Beschluss Bund fördert nationales Projekt des Städtebaus in Zwickau

Zwickau. 

Zwickau. In die lange Geschichte des geschlossenen Schocken-Kaufhauses ist Bewegung geraten. Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß betonte kürzlich: "Die Sanierung und der Umbau des Schocken-Kaufhauses ist sowohl für die Bewahrung von Kultur- und Stadtgeschichte von großer Bedeutung als auch für die Revitalisierung unserer Innenstadt". Das Bundesinnenministerium informierte vor einigen Tagen in diesem Sinne, folgte damit dem Votum einer unabhängigen Jury und bestätigte den Antrag der Stadt Zwickau in voller Höhe.

Projekt soll schnellstmöglich realisiert werden

Das Projekt der Stadt gehört zu 35 Vorhaben, die aus insgesamt 118 Anträgen ausgewählt wurden. "Wir sind dem Ministerium, der Jury und allen, die sich für das Objekt einsetzten, sehr dankbar für die Entscheidung zur Förderung", so die Oberbürgerbürgermeisterin. Ziel ist es nun, schnellstmöglich mit der Firma Papenburg eine Weiterleitungsvereinbarung abzuschließen. Das Unternehmen Papenburg steht seinerseits in engem Kontakt mit den Schocken-Erben, um zeitnah den Eigentumserwerb realisieren zu können.

Entstehung von Wohneinheiten, Handels- und Büroflächen geplant

"Mit der Entscheidung sind wir einen großen Schritt weiter gekommen. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun noch die ausstehenden Schritte bewerkstelligen können", sagte Pia Findeiß. Der Zwickauer Stadtrat hatte im Oktober beschlossen, die denkmalschutzgerechte Sanierung und den Umbau des ehemaligen Kaufhauses Schocken als nationales Projekt des Städtebaus anzumelden. Vorgesehen ist, dass das Projekt durch die Papenburg GmbH realisiert wird, nachdem der Kauf von der Schocken-Erbengemeinschaft erfolgt ist. Im Objekt sollen Flächen für Handel und Büroräume sowie Wohneinheiten entstehen. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf gut 28 Millionen Euro.