Saupersdorf: Ortschaftsrat macht sich für Park

Kulturdenkmal Ortschaftsrat macht sich für Park stark

Saupersdorf. 

Saupersdorf. Der Kirchberger Ortsteil Saupersdorf verfügt mit dem Park der ehemaligen Fabrikantenfamilie Wolf über ein ansehnliches Kulturdenkmal, das jedoch seit Jahren ein Schattendasein fristet. Das markante Teehaus, ein Wasserbecken mit einer Skulpturengruppe, die Teiche oder die Überreste mehrerer Rondelle rufen Erinnerungen an bessere Zeiten des Areals wach. Obwohl mittlerweile als Wald deklariert, zeugen die zum Teil alleenhaft angelegten Wege von der früheren Pracht.

Park war mal Erholungs- und Veranstaltungsort werden

Nachdem es der Stadt erst kürzlich gelungen war, die alte Kunstlederfabrik und den angegliederten Park zu erwerben, hoffte der Saupersdorfer Ortschaftsrat auf eine Wiederbelebung des Geländes. Noch im Juni war aus dem Kirchberger Rathaus zu hören, dass der Park wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden solle. Jetzt steht ein Verkauf im Raum. Kritik kommt daher vom Saupersdorfer Ortschaftsrat. "Wir favorisieren eine langfristige Verpachtung, die auch dem Pächter Sicherheit gibt. Gerade aus Sicht des Denkmal- und Naturschutzes sollte der Park wieder zu dem werden, was er einmal war: ein Ort der Naherholung und Veranstaltungen", so Ortsvorsteher Frank Schmidt.

Diesem Anliegen könne die Stadt besser gerecht werden als private Eigentümer. Deshalb sieht der Ortschaftsrat dringenden Diskussionsbedarf unter aktiver Einbeziehung aller Beteiligten. Inzwischen gab es erste Gespräche. Wie Kirchbergs Bürgermeisterin Dorothee Obst erklärte, könne man Dinge wie öffentliche Zugangsmöglichkeiten im Kaufvertrag festschreiben. In Bezug auf die Organisation von Veranstaltungen im Park könnte sie sich das Engagement einer Initiative oder eines Vereines vorstellen. Die Pächter würden derartigen Ideen aufgeschlossen gegenüberstehen.