Schüler wagen sich aufs Börsenparkett

Planspiel Junge Leute versuchen sich erfolgreich als Anlagestrategen

Zwickau. 

Zwickau. Am Mittwoch wurden die Sieger beim Planspiel Börse 2018 der Sparkasse Zwickau gekürt. Ganz oben auf dem Treppchen standen vier Schülerinnen und Schüler des Wilkau-Haßlauer Gymnasiums "Am Sandberg". Mit ihrem Team-Namen "Hauptsache_Nicht_Vierter" hatten sie sich von Anfang an selbst ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Dabei waren sie sich im Verlauf des fiktiven Börsenspiels ihres Sieges keineswegs sicher. "Wir sind zwischendurch sogar auf den siebten Platz zurückgefallen. Bei unserer Anlagestrategie haben wir nicht nur auf deutsche, sondern auch auf amerikanische Firmen gesetzt. Dabei profitierten wir vom zeitweiligen Hoch der US-Konjunktur", sagte der 16-jährige Antonio Berthold. Am Ende schafften es die vier Gymnasiasten, ihr Anfangkapital von 50.000 Euro auf 50.991,94 Euro zu erhöhen. In Anbetracht der Rahmenbedingungen während der Zeit des Wettbewerbes ein beachtliches Ergebnis. "Lediglich 8,2 Prozent der 98 Spielgruppen konnten bei Spielende einen Zuwachs des Depotgesamtwertes verzeichnen. Einen solch niedrigen Wert gab es in der Geschichte des Planspiels Börse, das zum 36. Mal durchgeführt wurde, noch nie." Die Ursachen hierfür seien vielfältig gewesen und hätten die Mannschaften vor schwierige Entscheidungen auf dem Börsenparkett gestellt.

Der bevorstehende Brexit, der Handelskrieg zwischen China und den USA, aber auch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums ließen den deutschen Leitindex in der Spielzeit zeitweise unter die 11.000-Marke abfallen.

Auf dem zweiten Platz landete die Mannschaft "Wirtschaft Delux" von der Hansa Handelsschule Zwickau (50.399,17 Euro), gefolgt von "Team Stangensellerie" des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Werdau, das 50.186,50 Euro auf dem Konto vorweisen konnte.