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Schönfelser sagen Nein zur Recyclinganlage

Protest Geplantes Projekt stößt bei Anwohnern auf Widerstand

Schönfels. 

Schönfels. Bis zum 1. Oktober konnten Bürger schriftlich ihre Einwendungen gegen den Bau einer Recyclinganlage auf dem Gelände des Schönfelser Gewerbegebietes beim Landratsamt einreichen. Hintergrund ist die geplante Verlagerung einer von der Firma Erlos an der Reichenbacher Straße in Zwickau betriebenen Behandlungsanlage - unter anderem für Lithium-Ionen-Akkumulatoren - nach Schönfels. Vertreter des zu Weck und Poller gehörenden Unternehmens beteuerten auf einer Einwohnerversammlung, dass nur entladene Batterien zerlegt werden und kein Abwasser in Gewässer gelangt. Dazu hat Erlos bereits einen Vertrag mit den Wasserwerken Zwickau abgeschlossen, der den Abtransport anfallender Abwässer zu einem Klärwerksbetreiber regelt. Erlos kann sich bei der Umsetzung seines Vorhabens auf einen seit 2006 existierenden Bebauungsplan stützen, der das gesamte Firmengelände als Gewerbegebiet ausweist.

Recycling ja - aber nicht in der Nähe von Wohngebieten

Allerdings setzt die vorgesehene Nutzungsänderung ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz voraus. Insgesamt handle es sich nach Aussage des Unternehmens um ein rechtskonformes Genehmigungsverfahren. Die Anwohner haben massive Bedenken gegen den Betrieb der Recyclinganlage und machen dagegen mobil. Obwohl sie zugestehen, dass derartigen Anlagen benötigt werden, halten sie es für unvertretbar, diese direkt in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten und sensiblen landschaftlichen Bereichen anzusiedeln. Die Schönfelser befürchten unter anderem Gesundheitsgefährdungen, Lärmbelästigungen und Wertminderungen ihrer Grundstücke. Ihren Protest gegen die Anlage machen sie auch öffentlich. Beispielsweise mit Plakaten, auf denen sie ihre Ablehnung gegen den Bau der Recyclinganlage unmissverständlich zum Ausdruck bringen.



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