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Schandtat ruft Protestwelle hervor

plan Stadt will abgesägten Gedenkbaum für NSU-Opfer ersetzen

Zwickau. 

Zwickau. Der vor wenigen Tagen von bislang Unbekannten abgesägte Baum zum Gedenken an das erste Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), Enver Simsek, hat nicht nur in der Muldestadt, sondern bundesweit für eine Welle des Protestes gesorgt. Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß zeigte sich in Anbetracht dieser niederträchtigen Schändung des Gedenkbaumes entsetzt. "Diese ruchlose Tat ist mehr als bloße Sachbeschädigung. Das Absägen des Baumes zeugt von Intoleranz, mangelndem Demokratieverständnis und von Verachtung gegenüber Terroropfern und deren Angehörigen!"

Nach einer Mitteilung aus dem Rathaus soll der zerstörte Baum nicht nur ersetzt, sondern an selber Stelle zehn Bäume für alle zehn bekannten NSU-Mordopfer gepflanzt werden. Dafür wurde extra ein Spendenkonto eingerichtet. Am Montagmittag trafen sich am Ort des Geschehens Schüler des Peter-Breuer-Gymnasiums, um dort eine Schweigeminute für Opfer rechter Gewalt abzuhalten.



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