Schau zeigt Geschichte des regionalen Porzellans

Ausstellung Zerbrechliches ist auf Schloss Wildenfels zu sehen

Wildenfels. 

Wildenfels. Unter dem Motto "PorzellanPioniere" ist in der vom Freundeskreis "Schloss Wildenfels" betriebenen Galerie im Schloss eine besondere Schau zu sehen. Im Mittelpunkt steht eine Auswahl von Kaestner-Porzellan aus Oberhohndorf. Bei den Exponaten handelte es sich um Leihgaben von Jens Kästner aus Wildenfels und der Kunstsammlungen Zwickau. Hintergrund der Schau ist die Gründung der kunstgewerblichen Fachschule in Zwickau vor 100 Jahren.

Damit wurden in der Muldestadt die Grundlagen für die Ausbildung der Porzellanmaler geschaffen. "Es soll auch auf Innovationen der Porzellangestaltung und den Weg in die Moderne hingewiesen werden. Die Firma Friedrich Kaestner hat im 20. Jahrhundert in Zusammenarbeit mit Professor Artur Hennig die Formgestaltung revolutioniert", berichtet Dorothea List, Leiterin der Wildenfelser Schlossgalerie. Zugleich gewährt die Schau einen Blick hinter die Kulissen von Gefäßgestaltung und Porzellanmalerei und schlägt einen Bogen zu zeitgenössischen Entwürfen lokaler Manufakturen und Gestalter.

Von den einst drei in der Muldestadt ansässigen Porzellanfabriken schrieb die von Friedrich Kaestner die größte Erfolgsgeschichte. 1882 begann der Kohlegrubenbesitzer Florentin Kaestner damit, im damals noch eigenständigen Oberhohndorf für seinen Sohn Friedrich eine Porzellanfabrik zu errichten. Bereits im Folgejahr lief die Produktion mit anfänglich rund 100 Beschäftigten an.