Schlichten statt Richten

Soziales Neuer Friedensrichter in Niederfrohna im Amt

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Foto: Markus Beck/iStockphoto

Niederfrohna/Limbach-O. Sie tragen dazu bei, dass sich Streithähne ohne Einschaltung des Gerichtes einigen können - Friedensrichter. Maik Kästner wurde vom Gemeinderat als neuer Friedensrichter für Niederfrohna gewählt.

Der gebürtige Freiberger, der bis 2015 in Baden-Württemberg lebte und vor drei Jahren in Niederfrohna ein neues Zuhause gefunden hat, will sich damit in die Gemeinde einbringen, wie er sagt. "Ich möchte einen Dienst für die Gemeinschaft tun und finde das Aufgabenfeld eines Friedensrichters total spannend", erzählt Kästner, der verheiratet ist und zwei Töchter hat.

Soziales Engagement fehlt dem Nachfolger nicht

Er selbst habe zwar noch nie einen Friedensrichter in Anspruch genommen, doch da er auch im Job Menschen zusammenführt, traut er sich dieses Amt durchaus zu. Sozial engagiert hat sich der Niederfrohnaer auch schon im Rahmen einer Bürgerinitiative: Er war einer der Initiatoren einer Unterschriftensammlung für Lärmschutzwände im Ort, um den Geräuschpegel, der aus Richtung Autobahn kommt, zu reduzieren.

Maik Kästner löst Uwe Wilske ab, der zehn Jahre lang als Niederfrohnaer Friedensrichter fungierte. Seine Motivation für die Bewerbung um das Amt 2008 war vor allem eine ortsgebundene. "Ich wollte, dass der Friedensrichter im Dorf bleibt", so Wilske.

Im Durchschnitt hatte er einen Fall im Jahr, den er bearbeiten musste. Das spreche dafür, dass die Anwohner in Niederfrohna eher wenig streiten - und wenn, dann in erster Linie über überhängende Bäume oder unerwünschtes Laub, das auf Nachbargrundstücke fällt.

In Limbach-Oberfrohna wurde im Sommer die Friedensrichterin Angela Tiepmar wiedergewählt. Sie ist seit 2013 im Amt der Großen Kreisstadt.