• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Sachsen

Schnitzer zeigt den Umbau der Getreidemühle zum Hammer

Gemeinschaftswerk Projekt ist auf der Zielgeraden

Annaberg-B. 

Annaberg-B./Frohnau. Jens Lasch, der Vorsitzende des Schnitz- und Klöppelvereins Thum kann sich freuen. Pünktlich zum Abgabetermin hat er sein Relief für das Gemeinschaftswerk Hammerlinde fertiggestellt. Sein Thema war "1621 - der Umbau zum Hammerwerk".

Insgesamt sind sieben Schnitzvereine und Einzelschaffende aus dem Erzgebirge bei dem Projekt dabei. Unter der künstlerischen Leitung von Ronny Tschierske entstehen aus dem Holz der gefällten Hammerlinde acht Einzelreliefs. Mitmachen durften nur Feierabendschnitzer, Schnitzvereine und Vereine im Erzgebirgischen Schnitzerverband. Zum geplanten Jubiläumswochenende "400 Jahre Frohnauer Hammer" am 28. und 29. August soll das Werk, sprich die Steele, feierlich übergeben werden. Also allerhöchste Zeit für die ehrenamtlichen Schnitzer und Holzkünstler. Auch Jens Lasch hat sich Hilfe bei der Planung des Reliefs geholt und sagt: "Luisa Reichert aus Chemnitz ist Werbefachfrau und Mitglied in unserem Verein. Sie hat das Relief entworfen. Diverse Vorarbeiten kamen auch von Sven Pröger."

Die Holzverarbeitung im Schnitzverein Thums

Der Vereinschef hat dann alles aus dem Holz herausgeholt, was jedoch keine leichte Aufgabe war. "1621 erfolgte der Umbau der Getreidemühle zum Hammer. Das ist das, weshalb das Hammerjubiläum stattfindet. Deshalb habe ich den Hammer mit Mehlsäcken geschnitzt.

Das Holz wurde uns von der 350-jährigen Hammerlinde, fachgerecht getrocknet, zur Verfügung gestellt. Mit dem Gemeinschaftswerk sollen bedeutende historische Ereignisse im und am Frohnauer Hammer sowie an der Hammerlinde aufgezeigt werden. Allerdings war es nicht einfach, das Holz zu bearbeiten." Und nicht nur das. Jens Lasch hat mit seinen jungen Leuten vom Verein die Halbstämme ausgearbeitet und dabei gesehen, in welch schlechtem Zustand die Hammerlinde wirklich war.

"Sie war mit Bruchstücken, Ziegelsteinen, mit Beton und teilweise sogar mit Eisennägeln verfüllt, nur um sie am Stehen zu halten. Sie war schon viele Jahre sehr krank.

Ein Wunder, dass sie überhaupt so lange gehalten hat", so der Schnitzer. Zum Fest kann man sich anschauen, womit die Halbschalen verfüllt waren.