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Westsachsen

Schönfelslerin veröffentlicht Poesie über die Pandemie

Literatur Maria Höfer ist nun in der Frankfurter Bibliothek vertreten

Schönfels. 

Schönfels. Ihre literarische Ader habe sie wohl ihrem Urururgroßvater Friedrich Rückert zu verdanken, mutmaßt die Schönfelserin Maria Höfer. Der 1788 Geborene war ein deutscher Dichter, schrieb insgesamt mehrere tausende Gedichte. "Ich habe von ihm aus Erzählungen von meiner Mutter erfahren. Vor einigen Jahren hatte ich ihn gegoogelt, weil es mich interessiert hat", sagt die 73-Jährige, die selbst vor einigen Jahren ihr eigenes Leben in einem Buch aufgeschrieben hat, das sie für ihre eigenen Nachkommen in einem Verlag veröffentlichen ließ. Danach bekam sie von diesem zwar einige Einladungen, an verschiedenen Literaturwettbewerben teilzunehmen, nahm diese aber nicht wahr.

Bis die Pandemie kam und die aktuelle Situation sie so beschäftigte, dass sie sich entschlossen hatte doch ein Gedicht zum Wettbewerb einzuschicken. "Daraufhin habe ich mich an den Tisch gesetzt und den Text ,aus dem Handgelenk' niedergeschrieben'", berichtet sie. "Pandemie" heißt ihr 34 Zeilen langes Gedicht, das an die Vernunft der Menschen appelliert. Darin heißt es mitunter: "...Die Hoffnung ist die Wissenschaft, die wieder normale Verhältnisse schafft ..."

Ende November bekam Maria Höfer dann einen Brief aus Offenbach am Main. Im Gratulationsschreiben der Brentano-Gesellschaft wurde der Schönfelserin mitgeteilt, dass ihr Beitrag zum Abdruck in der Frankfurter Bibliothek aufgenommen wurde, die zu den am meisten verbreiteten Literaturveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte gehöre. "Damit habe ich nie gerechnet" sagt sie und verrät: Ihr Mann habe ihr ein Exemplar der druckfrischen Edition zu Weihnachten bestellt.

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