Schüler tauchen in Vergangenheit ein

Projekt Neue Ausstellung im Rathaus zur Geschichte des KZ Auschwitz

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Schüler der Pestalozzi-Oberschule eröffnen die Ausstellung "Auschwitz" im Rathaus.Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Am 27. Januar gedenkt die Stadt jedes Jahr mit einer Kranzniederlegung in Wolkenburg der Opfer des Zweiten Weltkrieges. Diesmal wurde die Veranstaltung durch die Eröffnung einer Ausstellung von Schülern der Pestalozzi-Oberschule bereichert, die im Rathaus, Haus C, zu besichtigen ist.

Die Zehntklässler haben im Rahmen eines Projektes die Gedenkstätte Auschwitz besucht und ihre Erlebnisse dort kreativ verarbeitet. 13 Bilder, verschiedene Tagebücher, mehrere Fotografien und ein Film sind entstanden. Ein kleiner Koffer, etwa im A4-Format, den die Jungen und Mädchen aus Karton gebastelt haben, stellt in einer Vitrine dar, wie wenig Hab und Gut die Menschen, die im Zweiten Weltkrieg in das Konzentrationslager Auschwitz kamen, noch besaßen.

"Die Atmosphäre in Auschwitz war sehr bedrückend", erzählt Schüler Jannik Voigt. Er und seine Klassenkameraden seien tief berührt worden vom Schicksal der Menschen, die um 1945 in dem Konzentrationslager lebten und starben. Hermann Brudner, ein Senior aus Hohenstein-Ernstthal, der die Idee für die Ausstellung hatte und den Schulausflug organisierte, sagte, es müsse diesbezüglich noch viel mehr an Schulen getan werden. Er kritisiert unter anderem, dass am Gedenktag, dem 27. Januar, nie Jugendliche und ihre Lehrer an den örtlichen Gedenkstätten zu finden seien.