Schülerin gehört zu den Besten

Eisschnelllauf Pleißaerin vepasst nur knapp den Sieg

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Emelie Vogelsang (Mitte) bei der Siegerehrung nach dem 500-Meter-Lauf, welchen sie vor zwei Holländerinnen gewann. Foto: Jochen Bonitz

Pleißa/Heerenveen. Die Wintersaison 2016/2017 ist für Emelie Vogelsang beendet - und vermutlich wird die Pleißaer Schülerin noch eine Weile brauchen, bis sie für sich selbst verinnerlichen kann, was sie alles erreicht hat. Das große Finale nach anstrengenden Wochen gab es Anfang des Monats im holländischen Heerenveen.

Im berühmten Eisstadion Thialf, das als die modernste und schnellste Bahn Europas gilt, raste die junge Eisschnellläuferin zu zwei Siegen, zwei Silbermedaillen und drei Mal persönlicher Bestzeit. Dass es trotzdem am Ende "nur" zum zweiten Platz im großen "Vikingrace" gereicht hat, lässt sich gut verschmerzen: "Emelie steht als Einzige zwischen fünf Holländerinnen bis hin zu Platz sechs super da, zumal sie nur 0,17 Sekunden Rückstand auf die Erste hatte", teilte Jochen Bonitz nach der Rückkehr mit.

Damit reiht sich der Name des Mädchen zwischen so illustre wie denen von Anni Friesinger und Nico Ihle ein. Beim größten Rennen für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren haben in diesem Jahr fast 300 Starter aus 16 Nationen teilgenommen. Somit gilt es als die inoffizielle Jugend-Europameisterschaft. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gesellschaft hatte 20 Sportler delegiert, davon sechs aus Sachsen - die damit die größte Abteilung stellten.

Um sich für das "Vikingrace" zu qualifizieren, muss man den ersten oder zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegen - was Emelie problemlos vorweisen konnte: Sie trägt den Titel der Sächsischen und der Deutschen Meisterin ihrer Altersklasse. Jeder Jugendliche darf maximal sechs Mal in diesem Rahmen an den Start gehen, den auch Nico Ihle als "Traum für jeden jungen Sportler" bezeichnet hat. Emelie kam im Vorjahr auf den vierten Platz und kann - trotz verständlicher erster Enttäuschung - sehr stolz auf sich sein, wie ihr Großvater betont. "Neues Jahr, neue Chance", so Jochen Bonitz.



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