Schule liebäugelt mit einem besonderen Titel

Bildung Zuschüsse für Crimmitschau in Sicht

Die Käthe-Kollwitz-Oberschule liebäugelt mit dem Titel als Unesco-Projektschule. In einer ersten Etappe wurde die Bildungseinrichtung aus Crimmitschau vor wenigen Tagen zur "Interessierten Unesco-Projektschule" ernannt und damit in ein Netzwerk aufgenommen.

Wie es in dem Schreiben heißt, ist es nun nötig, die Unesco-Anliegen in die Schulentwicklung und das Schulprogramm aufzunehmen. Dies seien Voraussetzungen, um in zwei bis vier Jahren als "Mitarbeitende Unesco-Projektschule" im nationalen Schulnetz anerkannt zu werden. Erst dann darf eine Schule auch das Logo der Unesco-Projektschulen verwenden und an allen Fachtagungen teilnehmen. Als Leitlinien der Projektschulen gelten Menschenrechtsbildung/Demokratie-Erziehung, Interkulturelles Lernen, Umwelt-Erziehung, Globales Lernen und Welterbe-Erziehung.

Schulleiter Dirk Mehl hat keine Sorge, dass seine Schule die Voraussetzungen für eine Vollmitgliedschaft erfüllen wird.

"Wir haben bereits in Klasse sieben einen Neigungskurs Unesco-Weltkulturerbe, wir haben eine Partnerschule in Holland und Schüler aus anderen Nationen bei uns." Das sind nicht nur Flüchtlings- und Asylbewerber-Kinder aus Syrien, Afghanistan, Libyen und dem Kosovo. Manche stammen auch aus Ungarn, Italien und Polen - ihre Eltern arbeiten bei Firmen im Gewerbegebiet.

Die Mitgliedschaft im Unesco-Schulen-Netzwerk lohnt sich: Für Projekte, die den Leitlinien entsprechen und die Zusammenarbeit der Schulen untereinander fördern, gibt es finanzielle Zuschüsse. Die nächsten Unesco-Projektschulen befinden sich in Zwickau und Plauen. Nun könnte eine weitere hinzukommen.