Schulprojekt erschafft Zeitzeugenausstellung

Mauerfall Crimmitschau gedenkt dem Einschnitt in der deutschen Geschichte

Crimmitschau. 

Crimmitschau. Schülerinnen aus dem Julius-Motteler-Gymnasium und der Käthe-Kollwitz-Oberschule haben ganze Arbeit geleistet. Sie interviewten zehn Crimmitschauer Menschen über die Zeit der friedlichen Revolution vor 30 Jahren in der Stadt, womit sie praktisch die Grundlage für eine Zeitzeugenausstellung rund um den 30. Jahrestag des Mauerfalls schafften.

Ungewöhnliches und besonderes Projekt

Die ist offiziell seit dem vergangenen Samstag im oberen Foyer des Theaters zu sehen. Aus den Interviews mit den Zeitzeugen entstanden insgesamt 25 Großplakate, vor denen Oberbürgermeister André Raphael zum einen die Ausstellung eröffnete und zum anderen die beteiligten Zeitzeugen begrüßte. Die Schülerinnen befragten unter anderem Barbara Gabor, Matthias Kluge, Edmund Forster, Christian Schönfeld, Hansjörg Laube und Karl-Heinz Sonntag. "Das war schon ein ungewöhnliches, aber auch ein ganz besonderes Projekt", sagte Natalia Bernhart stellvertretend für ihre Mitstreiterinnen.

Emotionale Podiumsdiskussion bei Ausstellungseröffnung

Die Zeitzeugenausstellung soll nach Auskunft der Crimmitschauer Stadtverwaltung übrigens ab Anfang Dezember auf Wanderschaft gehen. Ein erstes Ziel ist dabei die Partnerstadt Wiehl in Nordrhein-Westfahlen. Dann wird es allerdings keine Podiumsdiskussion wie am Samstagabend im Theater geben, als Barbara Gabor, Hansjörg Laube und Matthias Kluge noch einmal von ihren Erlebnissen aus der Wendezeit 1989/90 berichteten. OB André Raphael und Christoph Martens, Jurastudent aus Crimmitschau, hatten dafür den zum Teil emotionalen Part der Moderatoren übernommen.