Schwäne werden vorerst nicht brüten

Stadtparkteich Tierfreunde müssen nicht besorgt sein

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Die Schwäne sind von der Umgestaltung der Stadtparkinsel nicht beeinträchtigt. Foto: abu

Limbach-O. Als kürzlich auf der Insel im großen Stadtparkteich die Gehölze stark zurückgeschnitten worden waren, gab es viel Kritik aus der Bevölkerung. (BLICK berichtete). Laut Stadtgärtnerin Katrin Kretzschmar war der Rückschnitt aus fachlicher Sicht nötig. Bis auf eine Trauerweide war alles andere Wildwuchs. Außer wegen des jetzigen Anblicks gab es aber auch offene Besorgnis wegen der Schwäne, die häufig dort zu finden sind. "Es war definitiv kein Nest auf der Insel erkennbar, als der Rückschnitt vorgenommen wurde", so Kretzschmar. "Das alte Schwanenpärchen hat immer im Wechsel ein Jahr auf der Insel und ein Jahr an einer anderen Stelle im Stadtpark gebrütet." Somit bestünde keine Gefahr für eine erneute Brut, da ein Ausweichplatz vorhanden ist. Ende Februar, Anfang März suchen sich Schwäne ihren Nistplatz aus, Mitte März erfolgt dann der Nestbau. "Ich denke, der Schwan ist fähig, sich dieses Jahr ein neues Nest zu bauen. Zudem ist das Weibchen erst zwei Jahre alt. Die Geschlechtsreife der Schwäne beginnt in der Regel mit vier Jahren. Somit wird es 2017 genau wie 2016 keine Brut geben", meinte die Gärtnerin. Jens Hering von der Naturschutzbehörde sieht das ähnlich: "Die Höckerschwäne brüten auch offen auf der Insel im Park. Deckung durch Gehölze sind bei dieser Wasservogelart nicht notwendig. Wichtig wäre aber, dass ausreichend Nistmaterial vorhanden ist. Nachhelfen sollte man mit einem Strohballen und dünnen Ästen, da an diesem Gewässer Verlandungsvegetation wie Schilf- und Binsenmaterial fehlt."