"Schwarze Eichhörnchen" stimmen sich aufs Heerlager ein

Freizeit Schloss Hartenstein als mittelalterlicher Kampfort

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Ritter von verschiedenen Vereinen proben für die Ritterkämpfe am Himmelfahrtwochenende. Foto: N. Schwalbe

Hartenstein. Der Verein "Compagnia degli scoiattoli neri" (Italienisch, "Schwarze Eichhörnchen") ist in Sachsen zuhause und hat sich ganz dem Mittelalter des 15. Jahrhunderts verschrieben. Da vom 25. bis 28. Mai ein großes Heerlager in der Schlossruine Hartenstein mit Ritterschlacht um das halb zerfallene Schloss geplant ist, trainieren die Mitglieder auf dem Gelände regelmäßig Schwertkampf sowie Bogenschießen.

"Wir versuchen anhand von alten Aufzeichnungen das Mittelalter und den Schwertkampf so authentisch wie möglich darzustellen", erklärt Sebastian Hessel vom Verein. "Allerdings laden wir auch gerne noch Schwertkämpfer von anderen Vereinen zum Training ein", fügt er hinzu.

Das Hobby ist recht kostspielig. Eine günstige Vollplattenrüstung bekommt man schon ab 1.500 Euro, für qualitativ hochwertigere Rüstungen kann man auch schon mal 10.000 Euro hinlegen. "Es ist schade, dass das Mittelalter in den Medien so falsch dargestellt wird", erzählt Hessel. "Es war nicht dreckig, trist und farblos. Auch gab es Menschen, die sehr alt wurden." Je nach Berufsstand durften die Menschen durchaus farbige Kleidung tragen, lediglich bestimmte Farbnuancen waren dem Adel oder Klerus vorbehalten. "Das Volk hat durchaus rote, blaue und gelbe Kleidung getragen. Sie haben zum Färben der Stoffe Pflanzenfarben verwendet", sagt Hessel. Jedes Vereinsmitglied stellt eine erfundene Figur dar.

Zu bewundern sind sie am 26. Mai ab 17 Uhr an der Schlossruine im Kampf.