Schwimmen bleibt seine Leidenschaft

Menschen Ehrenpräsident des STV feiert demnächst seinen 75. Geburtstag

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Der Ehrenpräsident des STV Günter Schmeißer nimmt auch mit fast 75 noch an Schwimm-Meisterschaften teil. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Der Ehrenpräsident des Schwimmsport- und Tauchsportvereins Limbach-Oberfrohnas (STV) heißt Günter Schmeißer. Er feiert demnächst seinen 75. Geburtstag. Und auch mit über 70 schwimmt er regelmäßig zwei Mal die Woche seine 40 Bahnen in der Halle.

"Das ist das Schöne an diesem Sport - man kann ihn bis ins hohe Alter ausführen", sagt er. Sogar an Meisterschaften nimmt der Limbacher noch teil. Kürzlich schwamm er nur knapp an der Silbermedaille der 49. Deutschen Meisterschaften der Masters in Magdeburg vorbei.

Dass die Stadt Limbach-Oberfrohna auch in den kalten Monaten die Möglichkeit bietet, sich im warmen Nass zu betätigen, ist auch Günter Schmeißers Verdienst: Er hat Ende der Neunziger maßgeblichen Anteil am Bau des Limbomars gehabt.

Der gebürtige Meeraner sei bereits durch das Elternhaus zum Schwimmsport gekommen, erzählt er. "Mein Vater war nach dem Krieg Sektionsleiter in Meerane. Da bin ich automatisch so rein gerutscht." Als Schmeißer 1971 nach Limbach zog, habe er sich gleich nach der Möglichkeit des Schwimmens im Ort erkundigt.

"Da gab es aber hier leider nichts, so dass ich erst in Hartmannsdorf und schließlich in Gersdorf fündig wurde", erinnert er sich. Ein paar Jahre später habe Günter Schmeißer dann das alte Gewächshaus neben dem Albert-Schweitzer-Gymnasium entdeckt.

"Das war alles ganz provisorisch, mit einem Schwimmbecken von elf Metern Länge und 3,05 Metern Breite", sagt Günter Schmeißer. Dort habe er dann begonnen, Schwimmunterricht zu geben. Nach der Wende sei das Gewächshaus abgerissen worden und Pläne für das heutige Limbomar entstanden.

"Ich war von Anfang an dafür und habe ein Jahr vor der Eröffnung den Verein mit aufgebaut", so Schmeißer. Im Jahr 1992 wurde er Abteilungsleiter des Bereichs Schulen und Kultur der Stadt Limbach-Oberfrohna. Bis zu seinem Rentenbeginn war er als Sportwart in der Großturnhalle tätig.