Schwimmen wird immer seltener

Angemerkt Meist scheitert es an den Gegebenheiten

Angemerkt von Wieland Josch

Der Mensch ist ein Bewegungsfreund. Er läuft viel, fliegt oder fährt. Früher ist er auch gerne geschwommen, doch wird diese Fortbewegungsart wohl bald einer perfiden Form der Evolution zum Opfer fallen, denn mit dem nassen Element hat man es auch hierzulande nicht mehr so. Das liegt nicht immer am fehlenden Willen, das Schwimmen zu erlernen. Meist scheitert es an den Gegebenheiten, denn um es überhaupt auszuüben, braucht man ja ein ausreichend großes Becken, gefüllt mit Wasser. Schwimmbäder werden aber so langsam aber sicher immer seltener.

Der Grund ist in vielen Fällen Geldmangel. Eine Statistik enthüllt nun, dass ein Viertel der Viertklässler nicht wirklich oder gar nicht schwimmen kann. Entsprechende Unfälle, nicht selten mit Todesfolge, bestimmen seit einigen Jahren immer wieder die Sommernachrichten. Eigeninitiative ist wohl mal wieder gefragt. Vielleicht sollte man, ehe das Kind zum Klaviervirtuosen mit unweigerlicher Weltkarriere ausgebildet wird, ihm erst einmal das Schwimmen beibringen.