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Seltsame Vögel im Machtkampf

Schauspiel "Einer flog über das Kuckucksnest"

Mit Milos Formans "Einer flog über das Kuckucksnest" begann im Jahr 1976 nicht nur der dreijährige Siegeszug der Produktionsfirma United Artists bei den Oscar-Verleihungen zum besten Film. Auch der Regisseur, Hauptdarsteller Jack Nicholson und Hauptdarstellerin Louise Fletcher räumten die goldenen Trophäen ab. Und das beste adaptierte Drehbuch war es auch noch. Denn das, was heute als Filmklassiker gilt, basierte auf einem Roman von Ken Kessey und einem darauf basierenden Theaterstück von Dale Wassermann. Diese Theaterversion holt ab Samstag auch das Schauspielhaus Chemnitz auf die Bühne. Schauspieldirektor Carsten Knödler übernimmt selbst die Regie des Klassikers um die Insassen einer psychiatrischen Anstalt: Rebell Randle Mac Murphy, besetzt mit Philipp Otto, wird wegen Verführung einer Minderjährigen in die Anstalt eingewiesen. Dort regiert mit perfiden Methoden Oberschwester Ratched (Maria Schubert) über Insassen wie den angeblich taubstummen Häuptling Bromden (Ulrich Lenk) oder den schüchternen Billy Bibbitt (Fabian Jung). Mac Murphy lockert die Atmosphäre mit seinen Ideen, verführt seine Mitinsassen zum Widerstand gegen den menschenunwürdigen Anstaltstrott, der auf Methoden wie Elektroschocktherapie, Überwachen und Strafen setzt - genau damit gerät sein Aufenthalt zum Machtkampf mit der Oberschwester. Die Premiere am Samstag ist ausverkauft. Restkarten gibt es noch für die zweite Vorstellung am 16. April.