September zeigt sich von seiner nass-kalten Seite

Wetter Tiefdruckgebiete bestimmten den Herbstanfang

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Ein Phacelia-Feld an der Autobahn A4. Foto: Markus Pfeifer

Region. Die letzten Tage waren grau und verregnet. Auch die Temperaturen sind derzeit unterdurchschnittlich und waren es auch im September. Die Durchschnittstemperatur von 12,7 Grad lag um 0,6 Grad unter dem Durchschnitt Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990 und 0,8 Grad unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Ungewöhnliches September-Wetter

Diese Abweichung ist ungewöhnlich, da es zuletzt meist Werte gab, die mehr oder weniger deutlich über den Mittelwerten der Vergangenheit lagen. "Tiefdruckgebiete und ihre von Westen übergreifenden Ausläufer bestimmten mit meist kühler Luft das Wetter in den ersten beiden Monatsdekaden. Sie ließen Zwischenhochs nur wenig Zeit für Wärme und Sonnenschein", erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Monatsauswertung.

Deutschlandweit lagen die Niederschläge leicht über dem Durchschnitt, doch in Sachsen war das anders. Hier fielen im Schnitt 45 Liter Regen pro Quadratmeter, was weniger ist als in den langjährigen Mittelwerten. Der Anfang des Monats Oktober hat nun aber schon wieder einigen Regen gebracht und auch insgesamt fielen dieses Jahr in der Region schon beachtliche Niederschlagsmengen.

Bereits 650 Liter Niederschlag dieses Jahr

"Wir haben insgesamt schon rund 650 Liter Niederschlag bekommen", sagt Andreas Guhr von der Agrargenossenschaft Langenchursdorf, die an ihrem Standort Messgeräte aufgestellt hat. Pro Jahr fallen in der Region am Nordrand des Erzgebirges im Schnitt etwa 800 Liter Regen pro Quadratmeter, was für relativ gute Anbaubedingen sorgte.

Derzeit ist eine besondere Pflanze ein Hingucker auf einigen Feldern. Die Agrargenossenschaft Langenchursdorf und verschiedene andere Betriebe bauen die lilafarbene Phacelia an. Sie sorgt nicht nur dafür, dass Insekten Nahrung bekommen, sondern trägt auch zu Verbesserung der Bodenqualität bei. Deshalb wird sie als sogenannte Zwischenfrucht angebaut.