Shoa-Gedenken auch in Zwickau

Geschichte Erinnerung an sechs Millionen ermordete Juden

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Erwin Killat (re) sprach Worte des Gedenkens in der Katharinenstraße am jüdischen Gedenkstein (Davidstern) Foto: Alfredo Randazzo

Zwickau. Am jüdischen Gedenkstein (Davidstern) in der Zwickauer Katharinenstraße fand kürzlich ein stilles Shoa-Gedenken statt. An dieser Stelle stand bis 1938 die Zwickauer Synagoge. Bürgerrechtler und Ehrenbürger Erwin Killat hielt eine kurze Ansprache. Klaus Appel, Pfarrer im Ruhestand, erinnerte mit seinen Worten an die Leiden jüdischer Menschen in jener Zeit.

Auch Oberbürgermeisterin Pia Findeiß und Alt-OB Rainer Eichhorn sowie Vertreter aus Zwickaus Partnerstadt Jablonec waren unter den Anwesenden. In Zwickau fand das Gedenken erstmals im Jahr 1999 statt. Seitdem ist dieser Tag fest im Kalender der Muldestädter verankert.

Keine Unterhaltung an diesem Tag

In Israel wurde das Datum des Jom haScho'a unter David Ben Gurion und Jitzchak Ben Tzwi am 21. April 1951 von der Knesset festgesetzt.

Der Holocaust-Gedenktag "Yom Hashoah" ist der nationale israelische Gedenktag für die sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet wurden. In Israel bleiben an diesem Tag alle Vergnügungsstätten geschlossen, im Fernsehen und Radio laufen keine Unterhaltungssendungen, sondern Trauermusik oder Dokumentationen zum Holocaust.

Dem Anlass wird weltweit gedacht. Das Datum dieses Tages variiert nach dem gregorianischen Kalender, da der jüdische Kalender immer nach dem Mond neu berechnet wird.