Show begeistert "Game of Thrones"-Fans

Konzert Fans aus Zwickau und Legenfeld in passender Kleidung

Zwickau. 

Zwickau. Nach zwei Stunden applaudierten am Freitag 1300-Fantasy-Fans in der Stadthalle in Zwickau im Stehen. Das 100-köpfige Ensemble aus Solisten, Sängern und Musikern der London Festivals Symphonics spielte 32 Musikstücke und versetzte das Publikum in die Musikwelt der US-amerikanischen Fernsehserie "Game of Thrones" vom deutsch-iranischen Komponisten Ramin Djawadi, der 1974 in Duisburg geboren wurde. Locker mitspielen könnte in der mittelalterlich anmutenden Fantasy-Serie der Multinstrumentalist Konrad Roginski. Er brachte in der Show in seinem mittelalterlich gehaltenen Kostüm nicht nur allerlei seltenes Zeugs (von Percussion über Seiten- bis zu Blasinstrumenten) zum Spielen, sondern auch eine Säge zum Singen.

Passend zum Anlass gekleidet

Die befreundeten Mittelalterfans Hagen Weiß (53) aus Zwickau und Carola Graf (47) aus Lengenfeld waren die einzigen Besucher der Konzert-Show, die sich passend dem Anlass gekleidet hatten. Der Cainsdorfer Landwirt trug eine schwarze Kluft und die Lengenfelderin, die im Greizer Oberschloss im Museum arbeitet, ein zur Epoche passendes Kleid.

"Ich dachte eigentlich, heute viel mehr ähnlich angezogene Menschen hier zu treffen", sagt Hagen Weiß, der seine Begeisterung für das Mittelalter mit seiner Frau Andrea teilt, und diese den beiden - inzwischen erwachsenen - Söhnen zu verdanken hat. Seit Jahren versucht das Paar, bei Projekten in Kindergärten und Schulen sowie auf historischen Märkten die Geschichte erlebbar zu machen. Am Freitag trug Hagen Weiß keinen Bogen und kein Schwert, dafür aber einen Ring und eine Kette mit einem Wolfskopf. Wolfsköpfe schmückten auch die "Game of Thrones"-Fanjacken, die seine Frau und sein jüngster Sohn beim Konzert trugen, von dem sich alle drei schwer begeistert zeigten.

"Einfach genial", sagte auch Carola Graf, die zuvor eine Ausstellung zur Kultserie in Oberhausen besuchte. Ihre Begeisterung für Geschichte hat sie bereits seit ihrer jüngsten Kindheit.