Sie begeben sich in magische Tiefen

Freizeit Taucher des TC Flipper trotzen der Kälte

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Martin Köhler und Mario Schmechel wagen sich in die Unterwasserwelt, die unter der Eisschicht liegt. Foto: Nicole Schwalbe

Hartmannsdorf/OT Giegengrün. Ihnen ist kein See zu tief, zu dunkel oder zu kalt: Die Rede ist von den Tauchern des TC Flipper aus Zwickau, die seit 19 Jahren ihren "eigenen" See im Steinbruch Giegengrün haben, um dort mit ihren insgesamt 92 Mitgliedern, darunter 13 Kindern, ihrem Freizeitsport nachzugehen.

In Zwickau trainieren die Vereinssportler regelmäßig in der Glück-Auf-Schwimmhalle, denn zum Tauchen braucht man Kondition. In dem See in etwa acht Metern Tiefe schlummern zwei Bootwracks, eine Röhre, ein alter Trabant, in dem zutrauliche Störe hausen und drei selbst gebaute Plattformen, die mit Leinen verbunden sind, damit dort Tauchübungen stattfinden können.

Mit etwas Glück trifft man einen besonderen Bewohner des Sees

Und wenn man ganz viel Glück hat, trifft man bei seinem Tauchgang, der übrigens immer zu zweit durchgeführt werden muss, um sich gegenseitig abzusichern, auf einen 1,80 Meter langen Wels.

"Der Wels ist recht gefräßig, wir haben trotzdem noch eine tolle Auswahl an Hechten, Zandern, Karpfen und Koi in dem See", so der Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler. "Da wir aber beim Tauchen etwas sehen wollen, ist der Wels natürlich ein echtes Highlight."

Zum alljährlichen Faschingstauchen besuchen nur die Erwachsenen die Unterwasserwelt. "Bei der Kälte gehen wir im Trockenanzug und mehreren Kleidungsschichten runter", klärt Mario Schmechel auf. Er ist seit 1996 dabei und damit ein echter Profi, den nicht einmal eine dicke Eisschicht zurückhält.

Der Verein kümmert sich um den See, tauscht regelmäßig die Wasserpflanzen aus und kontrolliert den Fischbestand. Im nächsten Jahr wartet bestimmt noch ein kleines Bonbon auf die Besucher des Sees, wenn die "Flipper" ihr 20-jähriges "Patenkind" gebührend feiern.