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Westsachsen

Sieger beim Sachsenring-WM-Comeback wird heute 50

MOTORSPORT Tetsuya Harada gewann 1998 die 250-ccm-Klasse

Am heutigen Sonntag feiert ein Mann seinen 50. Geburtstag, der beim Comeback der Motorrad-Weltmeisterschaft 1998 auf dem neuen Sachsenring Geschichte geschrieben hat. Der nur 1,63 Meter große Japaner Tetsuya Harada gewann an jenem geschichtsträchtige 19. Juli das Rennen der 250-ccm-Klasse und trug sich damit als einer der Ersten in die gerade neu aufgeschlagenen Siegerlisten ein.

 

Steiler Aufstieg

Am 14. Juni 1970 erblickte Tetsuya Harada in Chiba das Licht der Welt und fühlte sich früh zum Motorradrennsport hingezogen. 1988 gewann er die japanische 125-ccm-Junioren-Meisterschaft und vier Jahre später den nationalen Titel in der Viertelliterklasse.

1990, 1991 und 1992 kam er jeweils in den Genuss einer Wild Card für die 250er-WM-Rennen in seiner Heimat und wurde in Suzuka dabei einmal Sechster und einmal Siebenter.

1993 schickten ihn Yamaha permanent in die Motorrad-Weltmeisterschaft. Ein kluger Schachzug, denn beim Saisonauftakt im australischen Phillip Island konnte er gleich gewinnen. Im weiteren Saisonverlauf gelangen ihm noch drei weitere GP-Siege sowie drei Podestplätze, sodass er auf Anhieb Weltmeister werden konnte. Auch die nächsten Jahre gehörte der Schwarzschopf zur Weltspitze. So wurde er 1995 und 2001 jeweils Vizeweltmeister sowie 1997 und 1998 WM-Dritter.

Zweiter WM-Titel von Loris Capirossi unfair verhindert

Dabei lag 1998 ein weiterer WM-Titel durchaus in Reichweite, denn zum Saisonfinale in Argentinien reisten er und sein italienischer Teamkollege des Aprilia-Werksteams, der Italiener Loris Capirossi, mit 201 bzw. 204 WM-Punkten fast gleichauf an. Das heißt, dass sich beide den Titel aus eigener Kraft hätten sichern können. Tetsuya Harada führte den Grand Prix in Buenos Aires in der letzten Runde an und war damit voll auf WM-Kurs. Doch dann stach Capirossi mit einer unfairen Aktion in eine Lücke, die keine War und rammte den Japaner ins Aus. Zwar fuhr Capirossi als Zweiter hinter Valentino Rossi über den Zielstrich, wurde aber anschließend für dieses unsportliche Manöver disqualifiziert. Das nützte Tetsuya Harada allerdings herzlich wenig, denn drei Punkte Vorsprung blieben dem heutigen MotoGP-Sicherheitsexperten. Valention Rossi schob sich mit dem Sieg in seinem ersten 250er-Jahr noch zwischen Caprirossi und Harada und wurde Vizeweltmeister.

Nachdem er 1999 und 2000 für Aprilia in der Königsklasse bis 500 ccm antrat, wechselte er 2001 wieder in die Viertelliter-Kategorie. Nach dem Gewinn seiner zweiten Vizeweltmeisterschaft versuchte er sich 2002 noch einmal in der jetzt neue und MotoGP lautende Top-Klasse, wurde hier aber nicht glücklich. Nach 17 Grand-Prix-Siegen und 38 weiteren Podestplätzen beendete Tetsuya Harada Ende 2002 seine Karriere.

Auf dem Sachsenring fuhr er nach seinem Sieg 1998 2001 noch einmal als Dritter aufs Podest.

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