Skulpturen aus Erinnerungen

Kunst Jiang Bian-Harbort stellt in der Kleinen Galerie aus

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Jiang Bian-Harbort mit der Skulptur einer Medusa. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Eine neue Ausstellung ist seit Donnerstagabend in der Kleinen Galerie am Hohenstein-Ernstthaler Altmarkt zu sehen. Unter dem Titel "ein Stück eurasisch" stellt Jiang Bian-Harbort Skulpturen und Zeichnungen aus.

Von Tianjin nach Dresden

Die 41-jährige Künstlerin wurde in China geboren. Von 1996 bis 2000 studierte sie in an der Kunstakademie in Tianjin. Dann zog es sie nach Deutschland, wo sie in Dresden zunächst ein Gaststudium für Malerei und Grafik an der Hochschule für bildende Kunst absolvierte. Studien in den Bereichen Kunstgeschichte und Bildhauerei folgten, ehe sie von 2008 bis 2012 Meisterschülern bei Prof. Eberhard Bosslet an der Hochschule für bildende Kunst Dresden war.

Seit dem Abschluss ist sie als freischaffende Bildhauerin tätig und lebt in Kitzen bei Leipzig. Während des Studiums lernte sie ihren Mann Sebastian Harbort kennen, der als Spross einer Künstlerfamilie heute als Bildhauer und Theaterplastiker tätig ist.

Als Model dienen ihre Erinnerungen

Jiang Bian-Harbort zeigt in den ausgestellten Werken Menschen, mal als chinesische Kriegerin, Teenager mit bunten Haaren oder kleinen Jungen mit einem Vogel auf der Schulter. "Ich arbeite dabei meistens ohne Model", erzählt die Künstlerin, die aber dank ihrer Erinnerungen und einer intensiven Auseinandersetzung mit der Portraitmalerei ausdrucksstarke Charaktere zu Papier bringt oder mit der Technik der Aufbaukeramik zu Skulpturen werden lässt.

Zu sehen ist die Ausstellung "ein Stück Eurasisch" bis zum 5. November. Geöffnet ist die Kleine Galerie am Altmarkt 14 von Dienstag bis Donnerstag sowie sonntags, jeweils von 14 bis 18 Uhr.