"Snagger": Sauber und hygienisch knabbern

Erfindung Tüftler präsentieren Neuheit

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Am Rande des Zwickauer Stadtlaufes demonstrierten Marcel Namsler, Sebastian Wirth und Georg Lange (v.l.) die einfache Handhabung des Snaggers. Foto: Andreas Wohland

Zwickau. Verschmierte Finger nach dem Verzehr kleiner Snacks wie Erdnüsse oder Schokolinsen könnten bald der Vergangenheit angehören. Zumindest wenn es nach den Vorstellungen von drei junge Tüftler aus Zwickau geht. Sie haben sich einen handlichen Portionierer für leckere Minisnacks ausgedacht, der inzwischen in Kleinserie gefertigt werden kann und als Patent angemeldet ist. Die Idee dazu geht auf Georg Lange zurück. "Da ich beruflich viel mit dem Auto unterwegs bin und dabei gerne gesalzene Erdnüsse esse, stand ich immer vor dem Problem, dass Salz an den Händen haften blieb", sagte der Erfinder. Jetzt präsentierte er zusammen mit Sebastian Wirth und Marcel Namsler eine Lösung für dieses Problem.

Der Snagger als hygienische Alternative

Das Trio hat den ersten wiederbefüllbaren Snackspender - genannt Snagger - entwickelt. Er ist leicht mit einer Hand zu bedienen und passt in handelsübliche Getränkehalter. Als einen weiteren Vorteil führte Georg Lange den hygienischen Aspekt an. "Ich persönlich habe mich in öffentlichen Bereichen wie Hotel- oder Bartheken, wo sich mehrere Gäste aus offen herumstehenden Schüsseln an Snacks bedienen können, meist zurückgehalten. Es ist mir einfach unangenehm, wenn wildfremde Leute Sachen angefasst haben, die ich essen möchte." Kommt der Snagger zum Einsatz, gehören derartige mulmige Gefühle der Vergangenheit an.

Crowdfunding machte es möglich

Um die Produktion des kleinen Gerätes in Gang bringen zu können, musste das Erfindertrio auch die finanziellen Voraussetzungen schaffen. Statt der Aufnahme eines Kredites entschieden sie sich für das Modell des Crowdfunding, auch Gruppenfinanzierung genannt. Dabei leistet jeder der Unterstützer im Verhältnis zur Mindestkapitalmenge nur einen geringen finanziellen Beitrag, profitiert aber anteilmäßig vom Ergebnis.