So sind Bauherren auf sicherer Seite

Tipp Bereits der Rohbau ist Risiken ausgesetzt

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler Menschen, die noch in einer Mietwohnung leben. Viele von ihnen sparen deshalb jahrelang und sind erst zufrieden, wenn die Bauphase ihres Eigenheims beginnt. Allerdings ist der Rohbau eines Hauses zahlreichen Risiken und gefahrvollen äußeren Einflüssen ausgesetzt. Ob nun ein Feuer ausbricht, ein Unwetter den Bau in Mitleidenschaft zieht oder wertvolles Material, beispielsweise bereits verbaute Heizkörper, einem Diebstahl zum Opfer fallen: Ist etwas beschädigt oder vollständig zerstört, kann das den Bauherren teuer zu stehen kommen. Und wenn wegen der Baustelle jemandem etwas passiert, kann es sogar sein, dass die Bauherren dafür haften müssen. Kommt es schlimm, kann in solchen Fällen sogar der Verlust des Traumhauses drohen.

Die Kosten sind auch bei reinen Sachschäden schnell im fünfstelligen Eurobereich. Ein Beispiel: Der im Bau befindliche Dachstuhl brennt ab. Auch die vorbereitete Elektroinstallation verschmort dabei. Ruß- und Rauchverschmutztes im ganzen Haus muss beseitigt werden. Die Kosten belaufen sich auf mehr als 60.000 Euro. "Wer weiß, wie knapp die Finanzierungen von Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften oft kalkuliert sind, kann sich vorstellen, dass so ein Schaden sogar das Aus für das Bauvorhaben bedeuten kann", sagt Jürgen Schulze von der Nürnberger Versicherungsgruppe. Allerdings gibt es ganz unterschiedliche Risiken, so dass Bauherren aufpassen müssen, damit sie während der Bauphase auch zuverlässig abgesichert sind.

Es gibt aber auch Kombiversicherungen, der sowohl die Feuerversicherung als auch die Bauleistungsversicherung und die Bauherren-Haftpflichtversicherung umfasst. Die Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt die Bauherren vor der Haftung für Schäden, die daraus entstehen, dass Bauherren für die Verkehrssicherheit auf und vor dem Baugrundstück verantwortlich sind.