So soll das Karl-May-Haus zukünftig aussehen

Investition Stadtrat beschließt umstrittenen Anbau

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So soll der Anbau am Karl-May-Haus aussehen. Entwurf: Raum und Bau GmbH

Hohenstein-Ernstthal. Der Stadtrat hat die Weichen für den Anbau am Karl-May-Haus gestellt. In seiner letzten Sitzung des Jahres 2017 entschied sich das Gremium nach intensiver Debatte für einen sehr modernen Entwurf, der vom Architekturbüro Raum und Bau von Ralph Hengst präsentiert wurde. Vor allem die Fassade fast ohne Fenster sorgte für Diskussionen.

Rund 1,9 Millionen Euro soll es kosten

Von der Fraktion der Linken wurde die Kritik wiederholt, dass das Projekt zu groß und zu teuer sei. Insgesamt sind Kosten von rund 1,9 Millionen Euro für den Anbau, der Depot, Café und Ausstellungsraum beinhalten soll, geplant. Etwa die Hälfte davon steht nach einer Zusage der Bundesregierung bereits in Form von Fördermitteln zur Verfügung. Weiteres Geld will die Stadt auf Basis des jetzt beschlossenen Entwurfes beim Freistaat beantragen, aber auch ein Eigenanteil wird bleiben.

André Neubert, Leiter des Karl-May-Hauses, steht hinter dem Entwurf. Es sei besser, mit den entsprechenden Fördergeldern einen mutigen Neubau zu realisieren, als dauerhaft Sorgen mit den maroden Nachbargebäuden des Karl-May-Hauses zu haben. "Das Karl-May-Haus muss mit der Zeit gehen", sagt er und verweist auf viele moderne Museumsbauten, die derzeit entstehen.