So umweltbewusst erzieht diese Kita

Soziales Niederfrohnaer Einrichtung erhielt Umweltpreis

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Die Kinder der Kita Pfiffikus besuchen die Kühe in Niederfrohna. Foto: Steffi Hofmann

Niederfrohna. Die Kita Pfiffikus erhielt kürzlich den Sächsischen Umweltpreis. Doch was genau zeichnet den Kindergarten aus? Was steckt hinter dem Projekt "Gesund aufwachsen und groß werden", für das er gelobt wurde?

"Wir wollen Vorbilder sein"

Laut Kitaleiterin Maria Feist sei es entscheidend, dass die Kinder früh begreifen: die Erde gibt es nur einmal und man muss mit ihr sorgsam umgehen. "Wir wollen Vorbilder für die Kinder sein und ihnen von klein auf ein Gefühl für Umwelt und Natur mitgeben", sagt sie.

Praktisch gestaltet sich das unter anderem in wöchentlichen Besuchen im nahegelegenen Kuhstall. Dort erleben die Jungen und Mädchen hautnah, wie Tiere leben und vor allem wo die Milch herkommt, die sie in der Kita trinken.

Ausflüge auf den Guidohof zur Kartoffelernte, zu Imkern und Gärtnereien stehen ebenso auf dem Programm der Kita. Ein Falkner besuchte die Einrichtung in diesem Jahr und erzählte den Kindern Wissenswertes zum Thema Wald und deren Bewohner.

Mit Lupen auf die Wiese

Im Frühjahr und Sommer gehen die Gruppen laut Leiterin oft mit Lupen auf die Wiese und schauen sich an, was im Gras so alles passiert. "Das klingt banal, hat aber eine große Wirkung bei den Kleinen. Sie wissen die Natur zu schätzen", erzählt Maria Feist.

Wichtig sei den Erziehern in diesem Zusammenhang auch, den Jungen und Mädchen beizubringen, dass Umwelt und Natur mit Bedacht behandelt werden müssen und nicht verschmutzt werden dürfen. Dazu gehöre beispielsweise die Mülltrennung in den einzelnen Räumen. Der Kindergarten trägt außerdem regelmäßig Altpapier zusammen und ist eine Sammelstation für alte Druckerpatronen. Auch ressourcensparendes Verhalten steht im Fokus der Einrichtung: Auf dem Dach der Kita befindet sich eine Solaranlage, die das Wasser in den Leitungen erwärmt.