So verlief der erste Tag der ADAC GT Masters auf dem Sachsenring

Motorsport Die Freitag-Besten dominierten auch am Samstag

Sachsenring. 

Sachsenring. Tag eins des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring ist Geschichte. Dieser teilte bei der vierten von insgesamt sieben Stationen der 14. Saison "Liga der Supersportwagen" die Saison 2020 in zwei Hälften. Auf der von Fahrern gern als "Mini-Nordschleife" genannten Berg-und-Tal-Bahn bei Hohenstein-Ernstthal mit einem maximalen Gefälle von 12,8 Prozent und entsprechenden Steigungen kamen am Samstag bereits vier Rennen zur Austragung. Am Rennsonntag beinhaltet das reichhaltige Programm, bei dem erstmals in diesem Jahr sogar Zuschauer zugelassen und willkommen sind, fünf Rennen.

Mercedes-Duo wieder vorn

Das Aushängeschild des ADAC GT Masters ist die gleichnamige Klasse für GT3-Boliden. Nachdem Marvin Dienst/Philipp Frommenwiler (Lampertheim/SUI) vom Team DLV-Team Schütz Motorsport mit ihrem Mercedes-AMG GT3 am Freitag bereits die schnellste Runde auf dem sächsischen Traditionskurs, der neben dem Lausitzring die einzige Strecke im Kalender ist, die gegen den Uhrzeigersinn befahren wird, gedreht hatten, sicherten sie sich auch im Samstag-Qualifying die Pole Position. Von dieser aus fuhren sie im einstündigen Rennen inklusive Fahrerwechsel zum Sieg vor der Porsche-Besatzung Sven Müller/Robert Renauer (Bingen/Jedenhofen) sowie ihren Markenkollegen Maro Engel/Luca Stolz (Monaco/Brachbach). Mit ihrem dritten Platz übernahmen Maro Engel/Luca Stolz gleichzeitig die Tabellenspitze und sind nun sozusagen Herbstmeister.

Lokalmatador landet auf Platz 27

Der Lokalmatador Maximilian Paul aus Dresden kam zusammen mit dem Niederländer Niels Langeveld im Audi R8 LMS des Teams T3-HRT-Motorsport aus Radebeul im Feld der 32 Grand-Tourisme-Boliden nicht über Rang 27 hinaus.

Doppelsieg für Fugel-Brüder

In der GT-Nachwuchsrennserie ADAC GT4 Germany ging der Samstagssieg ebenfalls an eine Mercedes-Besatzung. Jan Marschalkowski und Hendrik Still (Inning/Kempenich) gewannen in einem Mercedes-AMG GT4.

In der ADAC TCR Germany reiste der 23-jährige Chemnitzer Dominik Fugel als Tabellenleader zu seinem Heimspiel an. Mit einem Sieg vor seinem Bruder Marcel baute er seine Tabellenführung weiter aus. Marcel zementierte hingegen am Tag seines 20. Geburtstags seine Gesamtführung in der Junior-Wertung.

Als VIP-Gaststarter mischte sich auch der Motorrad-WM-Pilot Marcel Schrötter unters TCR-Volk und wurde guter Neunter.

Im Porsche Carrera Cup Deutschland kam Toni Wolf aus Schönbrunn bei Lengenfeld kurzfristig zum Einsatz, sah aber keine Zielflagge.

Live dabei sein

Auch am Sonntag sind dank des kurzfristig genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts der Serienverantwortlichen in Zusammenarbeit mit dem lokalen Veranstalter ADAC Sachsen bis zu 6.000 Zuschauer erlaubt. Diese dürfen zwar nicht ins Fahrerlager, jedoch in den Stehplatzbereich im Infield des Kurses, wo sich auch zwei Videowände befinden. Karten gibt es noch an der Tageskasse zum Preis von 25 Euro.