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Chemnitz

Sommerrodelbahn fit für internationale Wettkämpfe

Modernisierung Bahnverlängerung fast abgeschlossen

Zwickau. 

Zwickau. Über Monate hinweg war die Sommerrodelbahn des ESV Lok Zwickau eine Baustelle. Hintergrund: eine notwendige Verlängerung der Plastrinne von 350 auf nunmehr 410 Meter. "Entsprechend der Internationalen Rennrodelordnung muss eine Sommerrodelbahn für die Austragung internationaler Wettkämpfe jetzt eine Mindestlänge von 400 Metern aufweisen. Das haben wir im Zuge der Umbauarbeiten erreicht", erklärte Bahnleiter Dany Reinhold. Schon in der Vergangenheit musste auf der Rodelbahn am Westsachsenstadion teilweise improvisiert werden, denn moderne Schlitten der Spitzensportler erreichten derart hohen Endgeschwindigkeiten, dass sich im Zielbereich ein Abbremsen mit Schaumstoff erforderlich machte.

Neues Zuschauerpodest in Planung

Die Ausrichtung des traditionsreichen internationalen FIL-Sommer-Cups - es hätte eine würdige Feuertaufe für den neu gebauten Streckenabschnitt werden können - fällt allerdings durch die Corona-Pandemie ins Wasser. Trotzdem dürften die Lok-Rodler froh sein, dass ihre Bahn schon bald wieder nutzbar ist. Im Verlauf dieses Monats rückt lediglich noch eine Spezialfirma an, um die Fugen an den Übergängen der Bahnelemente anzugleichen. Auch ein neues Zuschauerpodest soll aufgebaut werden, von dem aus Wettkämpfe deutlich besser verfolgt werden können als bisher.

Große Probleme mit Vandalismus

Während die neue Kurve 7 komplett aus neuen Teilen besteht, wurden auch Bauteile des alten Auslaufes wiederverwendet. Die Realisierung der Umbaumaßnahme hat 98.000 Euro gekostet. Zwar musste der Verein etwa 12.000 Euro als Eigenanteil aufbringen, konnte sich dabei aber auf die Unterstützung von Sponsoren stützen. Den Restbetrag steuerten etwa zu gleichen Teilen der Freistaat sowie die Stadt Zwickau bei. So erfreulich das für die Rodler insgesamt auch ist, müssen sie sich derzeit aber noch mit einem anderen Problem herumschlagen: Vandalismus. Jugendliche, die regelmäßig auf dem Plateau hinterm Zaun des Rodelparks am Westsachsenstadion zusammenhocken, haben beispielsweise die Holzstarthütte demoliert, das Material über den Zaun geworfen und verfeuert. Hinzu kamen Schmierereien an der Bahn so wie weitere Sachbeschädigungen und Diebstähle.



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