Spannend - und nichts für die Jugend? - Einsatz bei der Feuerwehr

FFW Limbacher Wehrleiter zieht Bilanz für 2016

Foto: Harry Härtel

Limbach-Oberfrohna. Der Tag der Sachsen im September gehörte für die Feuerwehren in Limbach-Oberfrohna zum arbeitsintensivsten Einsatz im vergangenen Jahr. "Wir hatten ein eigenes Brandschutzkonzept, Alarmierungs- und Kommunikationskonzept erarbeitet. Am Ende hatte alles wunderbar geklappt", resümierte Gemeindewehrleiter Thomas Luderer kürzlich beim Jahresgespräch.

246 aktive Mitglieder, davon 220 Männer und 26 Frauen, zählen die Ortswehren von Limbach-Oberfrohna aktuell. Die Anzahl der Jugendfeuerwehrkameraden sei von 93 auf 78 gesunken. "Wir müssen uns um Nachwuchs bemühen", sagte Thomas Luderer.

29 Jungs und Mädels sind schon dabei

Dabei helfe die Kinderfeuerwehr, die derzeit 29 Personen zählt. Um Jungen und Mädchen für die Tätigkeit bei der Feuerwehr zu begeistern, würden Angebote in Schulen unterbreitet.

"Leider funktioniert das nicht immer so, wie wir es gern hätten", erzählte der Wehrleiter. Für eine Feuerwehr-AG im Limbacher Gymnasium beispielsweise hätten sich nur drei Kinder gemeldet. Generell sei Thomas Luderer aber zufrieden mit der Stärke seiner Feuerwehr.

Insgesamt 152 Mal rückten die Kameraden im Jahr 2016 zu Einsätzen aus. Der größte Brand war am 17. Oktober zu löschen: ein Gewerbekomplex an der Dorotheenstraße stand in Flammen und brannte letztlich komplett aus.

Kurios war der Einsatz der Pleißaer Ortswehr am 7. Juli: "Eine Frau rief uns an, weil unter ihrem Kühlschrank eine Schlange lag", so Luderer. Die Blindschleiche wurde eingefangen und draußen in Freiheit gesetzt.