Spannung und Diskussionen vor der Wahl

Politik Landtagswahl am Sonntag wird voraussichtlich eng - Bürgerfragen kamen beim Forum viel zu kurz

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Region. Am kommenden Sonntag wird der neue Landtag des Freistaates Sachsen gewählt. Zum intensiven Wahlkampf gehörten für die Kandidaten nicht nur viele Gespräche mit Bürgern, Veranstaltungen mit der jeweiligen Partei-Prominenz und die unzähligen Plakat oder Faltblätter, sondern auch das Forum von der Landeszentrale für Politische Bildung in Zusammenarbeit mit "Freie Presse". Für den Wahlkreis 9, der die Städte Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein und Oberlungwitz sowie die Orte Gersdorf, Callenberg und Niederfrohna umfasst, fand das Forum am vergangenen Freitag im Pressezentrum des Sachsenringes statt. Nur reichlich 70 Besucher wurden gezählt, was auch die anwesenden Politiker überraschte. Die Hoffnung auf eine hohe Wahlbeteiligung gibt es trotzdem bei allen. An der Diskussionsrunde beteiligten sich Jan Hippold (44, CDU), Iris Raether-Lordieck (58, SPD), Lars Dörner (37, Grüne), Stefan Frünke (64, AfD) und Alexander Weiß (26, Linke). Philipp Hartewig (24, FDP) war in Vertretung von Direktkandidat Florian Groß (30) dabei, der urlaubsbedingt fehlte. Viele Detailfragen mit den erwartet unterschiedlichen Sichtweisen der Kandidaten gab es genauso wie ein großes Thema, das offenbar alle Kandidaten angehen wollen: In Sachsen soll es weniger Bürokratie gegen. Was bei der Veranstaltung, die kürzer ausfiel als geplant, viel zu wenig Bedeutung hatte, waren die Fragen der anwesenden Bürger, die nur wenig Möglichkeiten bekamen, sich einzubringen. Zum Verbreitungsgebiet des "BLICK" gehört auch der Wahlkreis 8, zu dem unter anderem die Städte Lichtenstein, Waldenburg, Glauchau und Meerane sowie weitere kleinere Kommunen gehören.

Am Sonntag stehen hier sogar sieben Direktkandidaten zur Wahl. Die amtierende Landtagsabgeordnete Ines Springer (62, CDU) tritt wieder an und hat Marlies Schneider (24, Die Linke), Felix Beyer (22, SPD), Thomas Seifert (48, AfD), Wolfgang Wetzel (51, Grüne), Nico Tippelt (52, FDP) und Matthias Ulbricht (52, Freie Wähler) als Rivalen um das Direktmandat.