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"Spektakulär" bringt Lukaskirche zum Beben

Show Fliegende Sachsen begeistern mit ihren Darbietungen und ihrer neuen Show

Zwickau. 

Zwickau. Chamäleonaugen - die hätten die Zuschauer der spektakulären Show der Fliegenden Sachsen in der Zwickauer Lukaskirche gut gebrauchen können, um all das registrieren zu können, was ihnen während der knapp zweistündigen Show an drei Tagen dargeboten wurde. Vor allem, als zusätzlich zum Geschehen auf der Bühne drei Luftakrobatinnen an sechs roten Tüchern, die an der Decke des Kirchenschiffs angebracht wurden, gleichzeitig über, hinter, vor und seitlich des Publikums durch die Luft wirbelten.

Die fliegenden Sachsen sorgen für eine atemberaubende Show

Die Show mit Laser- und Lichtinstallationen von Enrico Oswald und Tanzeinlagen der Karo-Dancer Mädels wurde von der Plauener Band "Happy Feeling" mit Pink Floyds Hit "Another Brick in the Wall" eröffnet. Es geschah während der knapp zwei Stunden so viel auf der Bühne, dass es - auch von den Zuschauern - Konzentration verlangte. Gepaart war diese mit Staunen, Bewunderung und Respekt - nicht nur für die akrobatische Spitzenleistungen der fliegenden Sachsen, die jeder professionellen Artistentruppe Ehre machen würden. Sondern für den Mut, mit dem sie im wahrsten Sinne des Wortes ohne Netz und doppelten Boden arbeiten.

Ein Netz gab es allerdings - es diente aber nicht der Sicherung, sondern als Showelement in einer Nummer, in der sich ein fliegender Goldfisch aus dem Netz befreite. Erich Sabaiczuk ist der Chef der Fliegenden Sachsen, er konzipiert die Show und bedient hinter der Bühne per Knopfdruck die Motoren für die Luftnummern. Sein geschultes Auge erkannte, dass das Mädchen, das den Goldfisch mimte, sich wehgetan hatte. In der Showpause fragte er nach ihrem befinden. "Ein bisschen habe ich mir wehgetan", gab das Mädchen zu, aber versicherte: "Es ist alles gut." Aber die Show musste weitergehen, das hat die Nachwuchsakrobatin längst verinnerlich. "Aber ich habe trotzdem gelächelt." So sahen die Zuschauer in den ersten Reihen kein schmerzverzerrtes, sondern ein freudestrahlendes Gesicht. "Als ich selbst noch Turner war, sagte mein Trainer immer: Turnen und Kinderkriegen muss wehtun", sagt Sabaiczuk, zweifacher DDR-Meister in Sportakrobatik, der schon als Neunjähriger ein begeisterter Akrobat war. Zarte neun Jahre alt ist auch Sophie Baron, die mit zu den Akrobatinnen auf der Bühne und zweifelsohne zu der "eigenen Brut" gehört, wie Sabaiczuk seine Zöglinge nennt, die er und seine Kollegin Kerstin Speck im Verein "Fliegende Sachsen" trainieren, den sie 1989 aus der Taufe hoben, und der heute 650 Mitglieder zählt.

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