Spenden machen neues Denkmal möglich

Einweihung Postmeilensäule steht auf der Silberstraße in Crimmitschau

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Das Interesse an der Einweihung der Postmeilensäule war groß. Foto: Reinhard Wolf

Crimmitschau. Die Einweihung der Postmeilensäule haben am Donnerstagabend der ehemalige Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) und der aktuelle Rathauschef André Raphael (CDU) gemeinsam vorgenommen. Das rund 4,53 Meter hohe Denkmal steht an der Silberstraße in Crimmitschau - in der Nähe von Rathaus und Marktbrunnen.

Einwohner und Gäste können die Schönheit in den nächsten Jahren genießen

Die Anschaffung und der Aufbau der Postmeilensäule waren durch eine riesige Spendenbereitschaft möglich. "Das Vorhaben wird nicht mit Steuergeldern finanziert", sagte Holm Günther. Die Kosten belaufen sich auf rund 35.000 Euro. Dabei sind rund 27.000 Euro an Spenden zusammengekommen. 103 Firmen und Privatpersonen unterstützten das Projekt. Zudem konnten rund 8000 Euro aus dem Überschuss der Stadtrechts-Feierlichkeiten "600 Jahre Crimmitschau" verwendet werden. "Mit der Postmeilensäule wird auch an das Jubiläum erinnert", sagte Holm Günther. Er äußerte auch den Wunsch, dass Einwohner und Gäste "die Schönheit in den nächsten Jahren genießen können." Das Vorhaben wurde in den letzten Jahren von einem Steinmetz- und Bildhauerunternehmen aus Meißen realisiert. Zur Einweihung schaute André Kaiser vom Verein "Forschungsgruppe Kursächsische Postmeilensäulen" vorbei. Er erinnerte mit Blick auf die Entfernungsangaben und Stadtnamen der Zielorte auf dem 4,53 Meter großen Denkmal an die besondere Bedeutung von Crimmitschau im 18. Jahrhundert.

Auf der Homepage der Stadtverwaltung gibt es einen Blick in die Historie: Anfang des 18. Jahrhunderts begann die Aufstellung von Kursächsischen Postmeilensäulen. Sie entstanden unter anderem in Frankenhausen (Ganzmeilensäule), auf dem Markt (Distanzsäule) sowie an der ehemaligen Rothenmühle in der Werdauer Straße (Viertelmeilenstein). Die Distanzsäule aus nicht witterungsbeständigem Sandstein wurde 1726 aufgestellt. Die bereits 1752/53 erforderliche Erneuerung konnte mittels einer Lotterie finanziert werden. 1875 musste die Säule dem starken Verkehr weichen. Die Nachbildung steht nun in der Nähe des früheren Standortes.