Spielen hilft gegen die Angst

Kultur Das Kindertanzensemble des Mondstaubtheaters präsentierte zum Tag des Flüchtlings seine neuste Arbeit

Als Premiere wollte Gabriele Bocek, Choreografin und künstlerische Leiterin des Mondstaubtheaters die Aufführung des Tanzstückes "Spielen hilft" nicht nennen. Auch wenn es zum Tag des Flüchtlings auf der Probebühne des Mondstaubtheaters erstmals aufgeführt wurde. "Wir zeigen heute den ersten Teil des Stückes, das wir weiter entwickeln wollen", erklärte die Choreografin zur Einführung in das rund 30-minütige Tanzspiel.

Ein Jahr lang haben sich acht Mädchen einmal wöchentlich intensiv mit dem Thema Kinderrechte befasst. Dabei fragten sie sich, ob das Recht auf eine eigene Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause auch für Kinder in Syrien gilt, deren Häuser zerstört werden und deren Familien durch den Krieg auseinandergerissen oder sogar ermordet werden.

Oder wie geht es den Kindern in Pakistan, die keine Bücher haben dürfen, die sich nicht frei bewegen können und deshalb mit ihren Familien ihr Land verlassen? Das Ergebnis, das von Mia (10), Mathilde (11), Fabiana (11), Katharina (12), Salome (12), Gabriela (12), Louisa (12) und Kora (11) präsentiert wurde, beeindruckte. "Kora musste wegen Krankheit lange Zeit pausieren und konnte erst in den letzten drei Wochen wieder zum Projekt stoßen und hat das absolut großartig gemacht, wie alle acht", lobte die Choreografin. Auch das Publikum schenkte den Tänzerinnen begeistert Applaus. "Wir zeigen in unserem Stück, wie die Kinder immer mehr Verbote auferlegt bekommen. Bis sie sich entscheiden, ihr Land zu verlassen", sagt die Peter-Breuer-Gymnasiastin Salome Grieshammer. "Daran knüpfen wir im zweiten Teil an", kündigte Bocek an.