Sportliche Bauzeit und ein bemerkenswertes Ergebnis

Bauprojekt Bund und Freistaat stellen Geld zur Verfügung

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So sieht die neue Stützwand an der Fabrikstraße aus. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Mehr als sieben Monate haben die Mitarbeiter eines Bauunternehmens an der neuen Ufermauer, die sich an der Fabrikstraße in Crimmitschau befindet, gearbeitet. Dabei gab es einige Herausforderungen zu meistern: Die Baustelle war nach starken Regenfällen zweimal überschwemmt. Zudem musste die Befahrbarkeit der Fabrikstraße stets gewährleistet bleiben. Hier befinden sich Feuerwehrgerätehaus und Fabrikstraße.

"Die Bauzeit war sportlich. Das Ergebnis ist bemerkenswert", sagte Oberbürgermeister André Raphael (parteilos) vor wenigen Tagen bei einer kleinen Feierstunde anlässlich der Fertigstellung der Ufermauer. Auf der Baustelle sind nur noch Restarbeiten am Fußweg und am Geländer erforderlich. Raphael: "Die Ästhetik sieht gut aus". Auf die Betonteile sollen wahrscheinlich noch große Pflanzkübel kommen.

Im Mai und im Juni 2013 hat in dem Bereich das Pleiße-Hochwasser gewütet und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dadurch standen für die Erneuerung des 75-Meter-Abschnitts auch Fördermittel von Bund und Freistaat zur Verfügung. Die Kosten für die Erneuerung der Ufermauer belaufen sich auf rund 1.050.000 Euro. Damit handelt es sich um eines der größten Projekte aus dem Wiederaufbauplan in Crimmitschau. Die Stadt steckt rund 7,5 Millionen Euro in die Schadensbeseitigung.

Bei der Stützwand, die nun fertig ist, gibt es eine Besonderheit. 95 Bohrpfähle, die bis zu zwölf Meter lang sind und einen Durchmesser von 88 Zentimetern haben, sorgen für den nötigen Halt. Sie wurden im Sommer mit schwerer Technik im Boden verankert. Für Bohrpfähle und Vorwand wurden rund 1850 Tonnen Beton benötigt. Damit mussten die Betonmischer in den letzten Monaten rund 120-mal vollbeladen zur Baustelle rollen.