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Westsachsen

Springkraut: Rasende Vermehrung!

Natur Pflanze dominiert mittlerweile an Bächen und Flüssen in Westsachsen

Oberlungwitz/Region . Wasser gibt es derzeit in den Bächen und Flüssen der Region nur noch wenig, denn die Trockenheit verschärft sich immer weiter. Sehr zahlreich sind dagegen derzeit rosafarbene Blüten, die das Bild an den Bachläufen dominieren. Auch in Wäldern und an verschiedenen anderen Stellen sind sie zusehen, denn das Indische Springkraut breitet sich immer weiter aus.

Pflanze gab es hier ursprünglich nicht

Es kam einst als Zierpflanze oder für Bienen nach Mitteleuropa, doch mittlerweile ist es derart verbreitet, dass es mehr und mehr zum Problem wird, vor allem an Ufern von Bächen und Flüssen. "Standorttypische Vegetation wird durch das rasche und großflächige Ausbreiten des Indischen Springkrautes immer mehr zurückgedrängt. Die Pflanze trägt nur im sehr geringen Maße zur Stabilisierung bei. Die faustgroßen Wurzelballen bieten dem Ufer keinen Erosionsschutz", erklärte Britta Andreas, aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Landestalsperrenverwaltung Sachsen.

Das Springkraut zählt zu den eingeschleppten Arten, den sogenannten Neophyten, denen kaum Herr zu werden ist. Denn die Samen springen nicht nur von der Pflanze, sondern schwimmen auch im Wasser und werden so verbreitet.

Wie kann man die Pflanze zurückdrängen?

Bei Baumaßnahmen an Gewässern wird versucht, die Bachläufe so zu gestalten, dass die Ansiedlung der Pflanzen erschwert wird. Doch das hilft nur bedingt, genauso wie das Entfernen an einzelnen Standorten. Nur wenn Kommunen, Bachanwohner und Flussmeisterei gemeinsam und vor der Blütezeit tätig werden, könne man es eventuell zurückdrängen.



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