St. Egidien: Biotop braucht Hilfe

Naturschutz Arbeitseinsatz auf dem Auersberg am 26. Oktober

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St. Egidien. Nicht immer ist es aus Sicht von Naturschützern richtig, die Natur sich selbst zu überlassen. Denn wenn in der hiesigen Kulturlandschaft mit Siedlungsgebieten, Straßen, Gewerbegebieten und den großen Flächen mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung noch kleine Biotope vorhanden sind, die seltenen Arten Lebensraum bieten, sollen sie erhalten werden. Deshalb finden beispielsweise in der ehemaligen Sandgrube auf dem Auersberg regelmäßig Arbeitseinsätze statt. "Die größte Herausforderung ist dabei die natürliche Sukzession in Form von einem stetigen Zuwachsen der Himmelsgewässer nebst der angrenzenden Rohbodenflächen", erklärt Maximilian Fraulob von der Kreisnaturschutzstation.

In der Sandgrube gibt es nicht nur hohe Abbruchkanten, sondern auch kleine Senken, die sich regelmäßig mit Wasser füllen. Die Kreuzkröte, die vom Aussterben bedroht ist, benötigt für ihre Fortpflanzung derartige temporäre Kleinstgewässer. Zudem bevorzugt sie als typische Auen-Bewohnerin kiesige oder sandige Gebiete, welche im Westen Sachsens immer seltener zu finden sind. Deshalb soll auch auf dem Auersberg das Zuwachsen dieses besonderen Areals verhindert werden. Am 26. Oktober sucht die Naturschutzstation deshalb noch Helfer. Der Arbeitseinsatz soll von 9 bis etwa 12 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist auf dem Parkplatz gegenüber der Tankstelle.

Interessierte werden gebeten, Geräte wie Astscheren, Handsägen, Rechen oder Heugabeln selbst mitzubringen. Um Voranmeldung bei der kreisnaturschutzstation@landkreis-zwickau.de oder unter 0375/4402-26337 wird gebeten. Ein kleiner Imbiss und Getränke werden gestellt.