Stadt ersteigert Bahnhofsgebäude

Auktion Immobilie wechselt für 10.000 Euro den Eigentümer

Crimmitschau. 

Die Stadt hat das Bahnhofsgebäude bei einer Telefon-Auktion gesteigert. Kosten: 10.000 Euro. Damit konnte das denkmalgeschützte Ensemble zum Einstiegsgebot erworben werden. Crimmitschau kann damit mitentscheiden, was einmal aus dem Gebäude werden soll. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) sieht das Bahnhofsgebäude "quasi als Eingang zur Stadt". Deshalb sollen Verfall und Verschmutzung gestoppt werden. Günther: "Als Besitzer können wir nun das Gebäude sichern und das angrenzende Gelände in Ordnung bringen. Parallel dazu werden wir in den nächsten Wochen einige Nutzungskonzepte mit möglichen Interessenten besprechen". Zudem sollen Vereine wie die Werbegemeinschaft und der Interessenverband der Selbstständigen mit ins Boot geholt werden. Zudem setzt die Stadt auf die Unterstützung von Handwerkern, die aus Sicht des Rathauschefs vielleicht bei kleineren Reparaturen mit anpacken könnten. Langfristig tendiert die Stadt eher zu einem Verkauf an einen privaten Investor als zu einer eigenen Nutzung. "Eine Voraussetzung ist, dass das Konzept des Investors zu uns passt", sagt Holm Günther. Das Gebäude würde sich angesichts seines zehnjährigen Leerstandes in einem guten Zustand befinden. Mitarbeiter der Stadt hätten bei einem Rundgang nur geringe Nässeschäden festgestellt. Crimmitschau ist nicht die einzige Kommune aus der Region, die sich "ihren" Bahnhof gekauft hat. Werdau ersteigerte den Bahnhof-Komplex für 32.000 Euro.