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Stadt fordert 2,7 Millionen Euro zurück

Auseinandersetzung B-93 Tunnel Prozess beginnt am 30. Januar

Zwickau. 

Die gerichtliche Auseinandersetzung zur Durchsetzung von Überzahlungen gegen die ARGE Tunnel Zwickau beginnt am 30. Januar vor dem Landgericht Zwickau. Die Stadt- und Regionalbahn Zwickau Projektgesellschaft, welche sowohl mit der Auftragsvergabe an die am Projekt beteiligten Unternehmen, als auch mit der Baubegleitung beauftragt war, hat im vergangenen Jahr Klage gegen die ARGE Tunnel (Hochtief Solutions AG und Alpine Deutschland AG) einreichen müssen und fordert derzeit rund 2,7 Millionen Euro zurück. Darüber informierte kürzlich Zwickaus Stadtsprecher Matthias Merz. Der sogenannte B 93-Tunnel wurde im Dezember 2007 offiziell übergeben. Das Bauwerk führt nicht nur zur deutlichen Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, sondern dient zugleich der Verbesserung des Hochwasserschutzes der Stadt, was sich zuletzt im Juni 2013 bestätigte. Die Gesamtkosten für diese Komplexmaßnahme als Straßenbauwerk und Hochwasserschutz waren anfänglich mit ungefähr 29 Millionen Euro veranschlagt.

Bereits 2008 wurde deutlich, dass dieser Kostenrahmen nicht eingehalten wurde. Insgesamt musste von einer Erhöhung auf rund 35 Millionen Euro ausgegangen werden. Diese Entwicklung war - wie sich später zeigte - einerseits baubedingt, andererseits stellte sich auch heraus, dass die Ursache in einem zumindest unkoordinierten Management lag. Die Dauer und der Verlauf des nunmehr beginnenden Rechtsstreites kann nicht prognostiziert werden, da eine Vielzahl an Einzelthemen zur Entscheidung anstehen wird. msz/mam