Stadt kündigt Protest an

Windpark Pläne aus Ostthüringen sorgen für Kritik

Die Stadt wehrt sich gegen die Pläne für ein Windkraft-Sondergebiet an der Landesgrenze von Sachsen und Thüringen. Die Verwaltungsgemeinschaft "Oberes Sprottental" plant eine Änderung des Flächennutzungsplanes. In den vorgelegten Plänen wird ein 50 Hektar großes Areal zwischen dem Zubringer zur Autobahn 4 und der Zeitzer Straße als Standort für Windkraftanlagen ausgewiesen. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) und die Stadträte schütteln über den Vorstoß aus Ostthüringen den Kopf. "Wir informieren die übergeordneten Behörden über die Pläne und behalten uns rechtliche Schritte vor", sagte Günther. Im Technischen Ausschuss wurde eine Stellungnahme gegen die Windkraft-Pläne beschlossen. Dabei wird unter anderem auf die Gefahren, die durch die Nähe zum Landschaftsschutzgebiet und zur Wohnbebauung bestehen, hingewiesen. Die Verantwortlichen aus dem Rathaus machen zudem deutlich, dass die Talbereiche eine bedeutende Rolle für die Luftbewegungen haben. "Das Sahnbachtal ist eine wichtige, nach Westen offene Lufteintrittsschneise, und die Waldflächen des Sahnparks sind wertvolle Frischregenerationsflächen für das Stadtgebiet", sagte Stadtplanerin Annett Wihan zur Sitzung des Technischen Ausschusses. Die Kaltluft-Bewegung sei für Crimmitschau als Stadt mit einer ungünstigen klimatischen Lage von großer Bedeutung.