Stadt reißt Häuser in Pölbitz ab

Rückbau Kein Bedarf an sanierungsfälligen Altbauten

Sie waren lange unbewohnt, nun beginnt die Abtragung. Im Stadtteil Pölbitz lässt die GGZ im Auftrag der Stadt Zwickau zwei ungenutzte Altbauten entfernen. In städtischem Besitz befinden sich die Objekte in der Leipziger Straße 145 und der Barbarastraße 2 und 2A schon seit 15 Jahren. Doch ein Interessent ließ auf sich warten. "Die Vermarktung verlief ohne Erfolg", heißt es aus der Stadtverwaltung.

Das Gebäude in der Leipziger Straße war 1890 errichtet worden. Es verfügt über acht Wohnungen und eine Gewerbeeinheit. Seit 1997 steht es leer. Die Barbarastraße 2 mit sieben Wohnungen und separatem Hinterhaus stammt aus dem Jahr 1915. Dieses Haus hat schon seit zehn Jahren keine Mieter mehr gesehen. Stattdessen hinterließen Feuchtigkeit, Einbrüche und Vandalismus mit der Zeit ihre Spuren. Die Sanierungsfälle wurden zunehmend zur Gefahr. Die Verwaltung schätzt den Zustand der Häuser mittlerweile als "kritisch" ein. Jetzt lohnen sich nicht einmal mehr die fälligen Notreparaturen. So entschloss sich die Stadt zum Abriss der Gebäude.

Von einem groß angelegten Rückbau im Stadtteil Pölbitz möchte die Verwaltung nicht sprechen. Die beiden Häuser seien Einzelfälle. Andererseits möchte man auch nicht ausschließen, dass es etwa entlang der Leipziger Straße zu weiteren Rückbauten kommt. Zur Finanzierung kann sich Zwickau auf Fördermittel in Höhe von über 80.000 Euro stützen. Aber auch ein städtischer Eigenanteil wird fällig: Zwickau wird für die Abtragung zwischen 25.000 und 30.000 Euro aufbringen. Nach bisherigen Planungen ist mit dem Abschluss der Arbeiten im zweiten Quartal 2016 zu rechnen. Was mit den freien Grundflächen passieren soll, ist derzeit noch offen.