Stadt setzt den Rotstift an

Haushalt Werdau muss Loch im Etat stopfen

In Werdau kämpfen Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) und der Stadtrat um eine Verbesserung der Finanzlage. Aus diesem Grund wurde kurz vor Weihnachten ein Haushaltsstrukturkonzept beschlossen - darin sind Vorschläge zur Reduzierung der Ausgaben und zur Erhöhung der Einnahmen enthalten.

Der Rotstift soll unter anderem durch die Reduzierung der Stellen in einigen Bereichen der Verwaltung angesetzt werden. Einsparpotential gibt es dabei im Bereich der Zentralen Dienste, im Schulsekretariat des Gymnasiums und im Standesamt. Eine Erhöhung der Kindertagesstättengebühren, die Eltern für die Betreuung der Kinder bezahlen, kann 42.800 Euro mehr pro Jahr in die Stadtkasse spülen. Von einer Änderung der Gebührensatzung für die Friedhöfe verspricht sich die Stadt ein Plus von 22.800 Euro. Mehreinnahmen werden auch durch die Anhebung der Eintrittspreise für die Rathauskonzerte (2300 Euro) und der Ticketpreise für das Neujahrskonzert (2100 Euro) erwartet. Schrittweise soll laut Konzeption der Zuschuss für die Betreibung des Freibades in Leubnitz - dafür ist ein Förderverein verantwortlich - gesenkt werden. Bereits beschlossene Sache sind die Steuererhöhungen. Dadurch erhöhen sich die Einnahmen bei der Gewerbesteuer um 256.000 Euro, bei der Grundsteuer um 72.500 Euro und bei der Hundesteuer um 34.000 Euro.

Bereits im November 2014 hat der Stadtrat entschieden, dass die Erarbeitung eines Sparpaketes in Angriff genommen werden muss. Der Grund: Das Loch im Haushalt lässt sich nur noch durch den Griff in die Rücklage ausgleichen, die aber irgendwann einmal aufgebraucht ist. Ohne Verbesserung der Einnahmen und Reduzierung der Ausgaben fehlen 2,7 Millionen Euro im Etat für 2016 und 1,8 Millionen Euro im Etat für 2017.