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Chemnitz

Stadtgeschichte in Stein gemeißelt

Instandsetzungsarbeiten Markierungen sollen erhalten bleiben

Wilkau-Haßlau. 

Wilkau-Haßlau. Die derzeit laufenden Instandsetzungsarbeiten an der Wilkau-Haßlauer Muldenbrücke nutzt der heimatverbundene CDU-Stadtrat Stefan Jung, um auf den Erhalt von einem Stück in Stein gehauene Stadtgeschichte hinzuweisen. Es handelt sich um Hochwassermarken, die tief in einen der Brückenpfeiler eingraviert sind. "Mir liegt sehr daran, dass diese stillen Zeitzeugen nicht in Vergessenheit geraten oder gar verschwinden. In der 151-jährigen Geschichte der Brücke fanden sich immer wieder Einwohner, die die Hochwasserstände markiert und sich um den Erhalt dieser Vermerke gekümmert haben", sagt der 70-Jährige.

Was wird aus den Hochwassermarken?

Damit diese einzigartigen Erinnerung an die Hochwasserkatastrophen auch nach einer in den kommenden Jahren anstehenden grundhaften Sanierung oder einem möglichem Ersatzneubau der Brücke bewahrt werden, kämpft er dafür, dass der Verbleib der Hochwassermarken rechtzeitig in die Planung der Arbeiten aufgenommen wird. Als zwei mögliche Varianten schlägt er vor, die Steinquader mit den eingravierten Markierungen entweder als Ganzes zu erhalten oder eine andere geeignete Möglichkeit zu finden, die Hochwässerstände für die Nachwelt zu dokumentieren. Etwa in Form einer Stele.

Wer die Markierungen einst in den Pfeiler geschlagen hat, lässt sich heute wohl nicht mehr mit Bestimmtheit herausfinden. Hingegen ist das damit verbundene Anliegen unschwer nachvollziehbar. Stefan Jung: "Hochwasser gehören zur Mulde und damit auch zu unserer Stadt. Sie haben über die Jahre ihre Spuren, aber immer auch viel menschliches Leid hinterlassen. An diese Katastrophen sollen die in Stein gehauenen Zeitdokumente erinnern."



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